Bund fördert Einbruchschutz und mehr Energieeffizienz

Bund fördert Einbruchschutz und mehr Energieeffizienz Foto: W. Reichenbächer

Berlin (LOZ). Wer seine Wohnung oder sein Haus besser gegen Einbrüche schützen will, erhält dafür in Zukunft eine Finanzierungshilfe vom Bund. Die SPD hat dafür mit dem Koalitionspartner ein neues Zuschussprogramm in Höhe von 30 Millionen Euro für die Jahre 2015 bis 2017 aufgelegt. Fast 1,2 Milliarden Euro mehr stellt der Bund für energieeffiziente Maßnahmen wie moderne Heizungsanlagen, Gebäudedämmung und Energieberatung bereit. Das beschließt heute der Bundestag, berichtet die Lübecker Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm (SPD):

„Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist bundesweit mit rund 150.000 Fällen im Jahr 2014 auf den höchsten Wert seit 16 Jahren angestiegen. In Schleswig-Holstein konnte der Anstieg mit zuletzt 7.529 Einbrüchen zwar gestoppt werden, allerdings auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Jeder Einbruch ist einer zu viel: Einbrecher stehlen nicht nur Sachwerte, sondern verletzen die Privatsphäre eines Menschen, wenn sie in dessen vier Wände eindringen. Wir stärken deshalb den Einbruchsschutz mit einem Förderprogramm, das möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern zu Gute kommt. Die Eckpunkte der Förderrichtlinien zeigen, dass es nicht um die Finanzierung teurer Alarmanlagen für Villen, sondern um ein sichereres Wohnen für alle geht: Die Förderung wird durch Zuschüsse zu den Materialkosten erfolgen und kann zusätzlich zur steuerlichen Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen in Anspruch genommen werden. 20 Prozent der Investition werden vom Staat bezuschusst, die Summe ist auf 1.500 Euro pro Auftrag gedeckelt. Das Mindestvolumen der zu fördernden Maßnahme beträgt 500 Euro.

Fast 1,2 Milliarden Euro gibt der Bund für mehr Energieeffizienz aus. So werden mit dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm ab Juli 2015 neben Wohngebäuden auch Nichtwohngebäude bei der Sanierung unterstützt. Ab Oktober 2015 folgt dann die Förderung des Neubaus kommunaler Gebäude. Dies wird mit einem Beratungsangebot für Kommunen flankiert. Neben einem Heizungscheck ist unter anderem auch das Effizienzlabel für alte Heizungsanlagen Bestandteil des Programms. Darüber hinaus wird die Energieberatung für den Mittelstand und die Vor-Ort-Beratung in Wohngebäuden ausgebaut. Ein neues Marktanreizprogramm Energieeffizienz mit fast 500 Millionen Euro soll die Markteinführung hocheffizienter Heizungstechnik sowie den Austausch sehr alter ineffizienter Heizungen durch neue, besonders effiziente Anlagen unterstützen. Zudem wird es eine Sonderförderung in Form von Zuschüssen für Kombinationen von effizienten und wohnwertsteigernden Maßnahmen geben. Von den damit ausgelösten Investitionen, die für niedrige Betriebskosten und mehr Unabhängigkeit von steigenden Energiepreisen sorgen, werden auch örtliche Handwerksbetriebe profitieren.“

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