Bundesweite Warnstreiks in der Zustellung der Deutschen Post AG

Rund 2,3 Millionen Sendungen bleiben liegen

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Über eine Hotline können sich Kunden darüber informieren, ob für ihre Sendungen mit einer leichten Verzögerung zu rechnen ist. Foto: hfr

 

(LOZ). In zahlreichen Regionen Deutschlands ist am Mittwoch die Postzustellung ausgefallen. Rund 3.400 Beschäftigte der Deutschen Post AG sind einem Aufruf der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) gefolgt und haben die Arbeit niedergelegt. Infolge des Warnstreiks konnten rund 2,3 Millionen Briefe und mehr als 100.000 Pakete nicht zugestellt werden. Betroffen waren die Regionen Berlin, Hamburg, Kiel, Lübeck, Hannover, Braunschweig, Düsseldorf, Köln, Bonn, Gießen, Wiesbaden, Mainz, Mannheim, Karlsruhe, Freiburg, Nürnberg und Dresden.

ver.di wird die Warnstreiks mit regionalen Schwerpunkten in den kommenden Tagen fortsetzen. „Unsere Mitglieder sind fest entschlossen. Wir haben die klare Erwartung, dass der Arbeitgeber in der nächsten Runde ein einigungsfähiges Angebot vorlegen muss“, sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis.

ver.di fordert für die Tarifbeschäftigten sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber monatlich 140 Euro mehr und für die Auszubildenden und Studierenden an Berufsakademien monatlich 65 Euro mehr. Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von zwölf Monaten haben. Außerdem soll die Postzulage für die Beamten neu geregelt werden.

"Wir unternehmen alles, um betriebsbedingte Auswirkungen von Warnstreiks für unsere Kunden so gering wie möglich zu halten", so Jürgen Gerdes, Konzernvorstand BRIEF der Deutschen Post DHL.

Die Deutsche Post hat für ihre Kunden eine spezielle Hotline zu den Tarifverhandlungen eingerichtet. Unter der Rufnummer 0228 / 76 36 76 50 (montags bis freitags von 7.00 bis 20.00 Uhr und sonnabends von 08.00 bis 14.00 Uhr) können sich Kunden ab sofort darüber informieren, ob für ihre Sendungen aufgrund von stattfindenden Warnstreiks eventuell mit einer leichten Verzögerung zu rechnen ist. Die nächste Runde der Tarifverhandlungen ist für den 25. April vorgesehen.

Letzte Änderung am Mittwoch, 24 April 2013 16:18

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