Bahr schließt Masern-Impfpflicht als letztes Mittel nicht aus

 

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Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr kann sich auch ein Impflicht vorstellen, um die Masern in der Bundesrepublik auszurotten. Foto: hfr/Daniel Bahr

 

Berlin (LOZ). Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr will die Masern in Deutschland bis 2015 ausrotten. „Das ist ein ehrgeiziges Ziel, aber wir können es mit allen Anstrengungen erreichen“, sagt Bahr im „3 Fragen – 3 Antworten“-Interview für den YouTube-Kanal der Bundesregierung.

Die Impfquote bei kleinen Kinder muss erhöht werden. Bahr schlägt vor, „den Impfstatus künftig schon beim Kita-Besuch zu erfassen“. Daraufhin könne man Eltern gezielt beraten. Bislang wird bei der Einschulung überprüft, ob ein Kind gegen Masern und andere Krankheiten geimpft ist.

Viele Erwachsene unterschätzten die Risiken einer Erkrankung. „Masern sind keine Kinderkrankheit“, so Bahr. Der Minister will deshalb gerade die 20- bis 40-Jährigen besser über die Gefahren aufklären.

Auch eine Pflicht zur Masern-Impfung will der Minister nicht ausschließen. Vorher sollten aber, so Bahr, alle Anstrengungen unternommen werden, um auf die Impfpflicht verzichten zu können.

Das Interview:

Letzte Änderung am Donnerstag, 01 August 2013 22:05

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