EU will soziale Folgen von Unternehmensumstrukturierungen begrenzen

 

(LOZ). Die sozialen Folgen von Umstrukturierungen in Unternehmen sollen mit einem heute von der Kommission vorgestellten Qualitätsrahmen stärker begrenzt werden. Der Leitfaden zeigt erfolgreiche Verfahren, wie die Auswirkungen von Umstrukturierungen für Arbeitnehmer besser abgefedert werden können.

"Vor dem Hintergrund der Rezession ist es wichtiger denn je, sicherzustellen, dass Unternehmensumstrukturierungen verantwortlich abgewickelt und die sozialen Folgen minimiert werden", sagte Sozialkommissar László Andor. "Ich fordere Unternehmen, Gewerkschaften, Arbeitnehmer und öffentliche Verwaltungen auf, gemeinsam auf der Grundlage dieses Qualitätsrahmens darauf hinzuwirken, den zukünftigen Bedarf an Arbeitskräften und Qualifikationen besser vorauszuplanen und Arbeitnehmer bei der Rückkehr auf den Arbeitsmarkt zu unterstützen, wenn Entlassungen unvermeidbar sind."

Die Leitlinien des Qualitätsrahmens richten sich an Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Gewerkschaften, Sozialpartner und nationale und regionale Behörden. Vorgeschlagen werden Maßnahmen für einzelne Beschäftigte, wie Schulungen, Laufbahnberatung und Unterstützung beim Berufswechsel, die frühzeitige Einbeziehung externer Akteure und die umfassende Nutzung der EU-Strukturfonds, wie des Europäischen Sozialfonds und des Europäischen Fonds zur Anpassung an die Globalisierung.

Die Kommission wird die Anwendung des Qualitätsrahmens in den Mitgliedstaaten beobachten und bis 2016 berichten, ob weitere Maßnahmen in diesem Bereich erforderlich sind, gegebenenfalls auch in Form eines Gesetzgebungsvorschlags.

Letzte Änderung am Freitag, 20 Dezember 2013 16:44

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