Ratzeburg – Hausevakuierung nach vermeintlichem Munitionsfund

Ratzeburg – Hausevakuierung nach vermeintlichem Munitionsfund Foto: W. Reichenbächer

(LOZ). Am heutigen Tage, gegen 9.45 Uhr, kam es in dem Heizungsraum eines Mehrfamilienhauses in der Bismarckstraße in Ratzeburg zu einem Brand an einer Holzheizung. Die alarmierte Feuerwehr konnte das Feuer schnell löschen. Die genaue Brandursache ist noch unklar. Ob Gebäudeschaden entstand, wird noch geprüft.

Im Rahmen einer Brandnachschau im Keller haben Mitarbeiter der Feuerwehr ca. 150-200 Patronen und Granathülsen sowie einige Handgranaten aufgefunden.

Daraufhin evakuierte die Polizei das betroffene sowie zwei angrenzenden Gebäude und sperrte die Bismarckstraße und die angrenzende Jägerstraße für den Verkehr. 25 Bewohner wurden in einem Linienbus betreut.

Nach Aussage des 69-jährigen Besitzers des Kellers sollte die gesamte aufgefundene „Munition“ nicht „scharf“ sein. Um dies zu prüfen verständigten die Beamten den Kampfmittelräumdienst aus Großnordsee. Die Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes trafen gegen 13.30 Uhr ein.

Die Überprüfung ergab, dass es sich tatsächlich zum größten Teil um leere Hülsen und somit Dekoration handelte.

Bei einer Handgranate sowie einigen wenige Patronenhülsen konnte vor Ort jedoch keine eindeutige Aussage getroffen werden. Die besagte Munition wurde seitens des Kampfmittelräumdienstes sichergestellt und an geeigneter Örtlichkeit untersucht.

Eingesetzt waren neben Polizei und Kampfmittelräumdienst die Freiwilligen Feuerwehren aus Ratzeburg, Ziethen und Bäk-Mechow-Römnitz sowie die Betreuungsgruppe der SEG.

Letzte Änderung am Dienstag, 14 März 2017 16:33