Montag, 18 Januar 2016 17:52

Land macht es den Kameraden schwer

v.l.: Heinrich Knust jun. (40 Jahre); Frank Berling (Wehrführer); Helmut Wulff (1. Gerätewart); Heinrich Wulff (40 Jahre) und Bernd Klockmann (stv. Wehrführer). v.l.: Heinrich Knust jun. (40 Jahre); Frank Berling (Wehrführer); Helmut Wulff (1. Gerätewart); Heinrich Wulff (40 Jahre) und Bernd Klockmann (stv. Wehrführer). Foto: W. Reichenbächer

Neue Satzung und Ehrenabzeichen lassen auf sich warten

 

Fitzen (wre). Für die Feuerwehr in Fitzen ist ein arbeitsreiches Jahr zu Ende gegangen. Auch wenn es nur fünf Einsätze gab, war aber das große 125-jährige Jubiläum mit Amtswehrfest sehr arbeitsintensiv. Dann wurde noch ein neues Fahrzeug eingeweiht, und die Halle renoviert. Viel Arbeit, die die Kameraden gern auf sich nahmen. Doch vom Land und Kreis fühlen sie sich allein gelassen. Neue Bestimmungen und bürokratische Vorgaben verärgern die freiwilligen Helfer.

Wehrführer Frank Berling blickte trotz Schwierigkeiten zufrieden auf das vergangene Jahr zurück. Die 27 aktiven Kameraden haben 596 Stunden Dienst geleistet. Die Wehr kann auf zehn Atemschutzträger zurückgreifen. Sechs Ehrenmitglieder und 35 Fördermitglieder unterstützen die Feuerwehr. Vor allem die Ehrenmitglieder hätten großartige Unterstützung beim Amtswehrfest geleistet, lobt Berling. Sowohl finanziell als auch durch Mitarbeit wurde das Fest von ihnen gut unterstützt, und trugen so zum guten Gelingen bei. In seinem Jahresrückblick stand auch das neue Fahrzeug im Fokus. Extra dafür wurde noch einmal die Halle renoviert.
Im April wurde für die Kinder ein Ostereiersuchen veranstaltet, das wohl in diesem Jahr wiederholt werden soll. „Es gibt nicht besseres als Kindern eine Freude zu machen“, so der zweifache Vater Berling. In diversen Übungen probten die Kameraden den Ernstfall. Fünf Mal mussten sie dann auch im vergangenen Jahr zu kleineren Einsätzen ausrücken. Den letzten Einsatz gab es dann auch an Silvester. Es gab die Meldung, dass es in einer Feriensiedlung brennt. Der Einsatz mit den benachbarten Wehren war aber schnell beendet. Ein Landwirt hatte lediglich Abschnitte auf einem Feld verbrannt.

Ein Tagesordnungspunkt musste von der Liste gestrichen werden. Es sollte eine neue Satzung beschlossen werden. Diese wurde als Mustersatzung vom Land vorgegeben. „Die hat aber viele Ungereimtheiten“, erklärt Berling. So, wie das Land sie vorgibt, ist sie nicht anwendbar. Ein Problem, mit dem alle Wehren im Amtsgebiet derzeit kämpfen. Eine Änderung sei aber nicht einfach machbar. „Das haben andere schon versucht, und sind gescheitert“, so der Wehrführer. Enttäuscht zeigte sich Berling auch in diesem Zusammenhang, dass es vom Kreisfeuerwehrverband wenig Unterstützung gibt. „Die Satzung ist handwerklicher Pfusch“, bestätigt auch Amtswehrführer Marc Eggert. Man habe 11 Monate auf die Satzung vom Land gewartet, und dann sei sie unbrauchbar. Die Vorgabe, die neue Satzung bis Ende März zu beschließen, wird wohl nicht umsetzbar sein.

Verärgert waren die Kameraden auch, als es an die Ehrungen und Beförderungen ging. Es gab jeweils zwei Ehrungen für 40 Jahre und 25 Jahre aktiven Dienst. Doch verliehen durften die Ehrenabzeichen nicht. Die Versammlung fand drei Tage zu früh statt. Durften früher die Kameraden die Abzeichen auch bei einer etwas verfrühten Verleihung tragen, und mussten sie dann wieder ablegen bis zum Tag des vollen Jubiläums, untersagt nun das Innenministerium die vorherige Verleihung. „Da fehlt das Augenmaß, wenn bei 40 Jahren nur drei Tage fehlen“, so Berling. Die Ehrung für Heinrich Wulff und Heinrich Knust jun. (beide 40 Jahre) und Frank Berling sowie Heinrich Kruse (25 Jahre) soll bei Gelegenheit nachgeholt werden.

Letzte Änderung am Donnerstag, 31 März 2016 10:50

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