Mittwoch, 24 Februar 2016 18:18

Müssens Grundschule als Modellschule ausgezeichnet

Müssens Grundschule als Modellschule ausgezeichnet Foto: Hilke Hand

Bildungsministerin Ernst : Lernen mit digitalen Modellschulen ein Erfolg

 

Müssen/Kiel (LOZ). Wie wird das Lernen mit digitalen Medien an den Schulen umgesetzt? Nach dem Projektstart im vergangenen Jahr entwickeln die 20 ausgewählten digitalen Modellschulen ihre Konzepte stetig weiter und geben ihr Wissen in einem Netzwerk an andere Schulen weiter. „Das Engagement der Schulen ist beispielhaft. Ihre ganz unterschiedlichen Ansätze, das Lernen mit und über digitale Medien in den alltäglichen Unterricht zu integrieren, überzeugen“, sagte Bildungsministerin Britta Ernst heute in Neumünster. Sie überreichte allen 20 Modellschulen eine Urkunde plus Plakette für das Schulgebäude. Unter den ausgezeichneten Schulen ist auch die Grundschule Müssen.

Die Grundschule Müssen verfolgt seit 2005 ein Medienkonzept, durch dessen Umsetzung der Einsatz digitaler Medien sukzessive in den Unterrichtsalltag integriert werden konnte. Ein vorrangiges Ziel ist der systematische Aufbau von Medienkompetenz bei Schülerinnen und Schülern. Dabei setzt die Schule auf eine Kombination digitaler mit traditionellen Medien und Materialien der Deutsch- und Mathewerkstatt.

Aktuell liegt der Schwerpunkt auf der Erweiterung der Lernumgebungen um mobile Geräte, speziell Tablets. Diese sollen als selbstverständliches Arbeitsmedium das Lernangebot ergänzen. Alle Kinder lernen so selbstständig und eigenverantwortlich zu arbeiten und erhalten eine effektive individuelle Förderung. In jedem Klassenraum sollen Tablets in allen Unterrichtsstunden als Station im Arbeitsplan mit gezielten Förder- bzw. Forderangeboten zur Verfügung stehen. Darüber hinaus werden Dokumentenkameras und interaktive Whiteboards regelmäßig eingesetzt.

111 schleswig-holsteinische Schulen hatten sich 2015 an der Ausschreibung des Projektes „Lernen mit digitalen Medien“ beteiligt. Für die Bewerbung als Modellschule war ein nachhaltiges und innovatives Schulkonzept zum unterrichtswirksamen Einsatz digitaler Medien gefordert. Eine Jury wählte daraus insgesamt 20 Preisträgerschulen aus, die mit insgesamt 300.000 Euro gefördert werden. Bei der ersten Auswahl der Schulen im Mai 2015 habe man zahlreiche qualifizierte Bewerbungen wegen des begrenzten Etats von 200.000 Euro nicht berücksichtigen können, so die Ministerin. „Es ist uns gelungen, für das Projekt weitere 100.000 Euro bereitzustellen. Deshalb hat die Jury den Kreis von 12 auf 20 Modellschulen erweitert.“ Darunter sind zwei Förderzentren, fünf Grundschulen, sechs Gemeinschaftsschulen, vier Gymnasien und drei Berufliche Schulen.

Letzte Änderung am Donnerstag, 31 März 2016 10:40

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