Montag, 14 März 2016 18:29

Fähre Siebeneichen startet in eine neue Saison

Harald Richter, Ernst Jenner, Karl-Heinz Weber und Martin Voß legen letzte Hand an, bevor die Fähre in die Saison starten kann. Harald Richter, Ernst Jenner, Karl-Heinz Weber und Martin Voß legen letzte Hand an, bevor die Fähre in die Saison starten kann. Foto: W. Reichenbächer

Mit verkürzten Fahrtagen soll das Defizit verringert werden

 

Siebeneichen (wre). Am Gründonnerstag, 24. März, startet wieder eine neue Saison für die Fähre Siebeneichen. Lange war es ungewiss, ob sie überhaupt wieder in Betrieb gehen kann. Eine Mängelliste und der Rückzug des Kreises sorgten für eine ungewisse Zukunft. „Nun geht die Fähre in ihre letzte Saison mit dem Amt“, so Amtsvorsteher Martin Voß.

Bevor die Fähre nun wieder in Betrieb gehen kann, mussten viele Steine aus dem Weg geräumt werden. Nicht nur die finanzielle Situation war problematisch, auch die Auflagen des Wasser- und Schifffahrtamtes sorgten für Kopfzerbrechen. „Es sollten neue und massive Tore an der Fähre montiert werden, die vier Tonnen aushalten. Auch eine motorisierte Löschvorrichtung sollte angebracht werden“, so Voß. Doch es gibt inzwischen eine mündliche Zusage, dass es auch einfacher, und damit kostengünstiger geht. So müssen zum Beispiel nicht mehr massive Tore angebracht werden, sondern lediglich neue Ketten vorn und hinten an der Fähre, die etwas stabiler sind, und höher hängen.

Künftig wird die Fähre, die bis zum 3. Oktober fährt, nur noch von Freitag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr fahren. Damit wurde die Zeit jeweils um zwei Stunden gekürzt, und in der Woche ganz gestrichen. Da die meisten Fahrgäste ohnehin die Fähre am Wochenende nutzen, soll sich die Reduzierung rechnen. Statt 5.000 Fahrgästen werden nun 4.000 Fahrgäste in dieser Saison erwartet.

„Wir wollen versuchen, künftig den Betrieb mit ehrenamtlichen Fährleuten aufrecht zu erhalten“, erklärt Ernst Jenner vom Förderverein. In dieser Saison steht noch einer der beiden bisherigen Fährmänner, Harald Richter, zur Verfügung. „Derzeit sind vier Frauen und ein Mann in der Ausbildung“, so Jenner. Zwei von ihnen haben schon die 90 Fahrtage hinter sich, und müssen nun noch Theorie und das Sprechfunkzeugnis ablegen. „Der Betrieb und Unterhalt soll aber beim Kreis bleiben“, betont Jenner, man wolle aber unterstützend tätig werden wo es geht. Rund 5.000 Euro hat der Verein bisher für die Fähre gesammelt. Am 2. April soll auf dem Anfährfest wieder gesammelt werden. Ab 13 Uhr wird am Anleger Siebeneichen gefeiert. „Es gibt wieder Kaffee und Kuchen, Suppe, aber auch Bautänzerinnen auf der Fähre“, freut sich Jenner. Weitere Aktivitäten wird es beim Kultursommer am Kanal und beim Tag des offenen Denkmals geben.

„Ein großes Dankeschön geht an die Bewohner, die zeigen, wie verwurzelt sie mit der Fähre sind“, freut sich Siebeneichens Bürgermeister Karl-Heinz Weber über so viel ehrenamtliches Engagement. „Ich hoffe, dass die Fähre möglichst lange weiter existiert“, schließt Weber ab, und hofft, dass sich die finanzielle Situation um die Fähre beruhigt, und es nicht immer wieder neue Auflagen für den Betrieb gibt.

Weitere Infos gibt es auf der Webseite der Fähre

Letzte Änderung am Donnerstag, 31 März 2016 10:37

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