Donnerstag, 07 April 2016 10:52

Amt Büchen informiert sich über die Innovation in der Energiewende

Die Vertreter des Amtes Büchen informierten sich auf der Power-to-Gas Anlage „Windgas Hamburg“ über die Möglichkeit, Windenergie im Gasnetz zu spei-chern. Die Vertreter des Amtes Büchen informierten sich auf der Power-to-Gas Anlage „Windgas Hamburg“ über die Möglichkeit, Windenergie im Gasnetz zu spei-chern. Foto: hfr

Vertreter des Amtes zu Gast auf der Power-to-Gas Anlage „Windgas Hamburg“

 

Hamburg (LOZ). Unter Leitung des Amtsvorstehers Martin Voß und Büchens Bürgermeister Uwe Möller haben Vertreter des Amtes Büchen die Power-to-Gas Anlage „Windgas Hamburg“ in Hamburg-Reitbrook besucht. Die Anlage, die als eine der modernsten ihrer Art in Europa gilt, steht auf dem Gelände des Innovationszentrums der HanseWerk AG, zu der auch die Schleswig-Holstein Netz AG (SH Netz) gehört.

Kommunalbetreuer Jörg Peters von SH Netz begleitete die Gruppe und hatte die Informationsveranstaltung organisiert. Thomas Brauer von HanseWerk und Rene Schoof von Uniper erläuterten die theoretischen Grundlagen und führten durch die Anlage.

Power-to-Gas umschreibt ein Verfahren zur Umwandlung von Strom aus Erneuerbaren Energien in Wasserstoff, der dann ins Erdgasnetz eingespeist wird. An anderer Stelle und zu einem anderen Zeitpunkt kann dann zum Beispiel mittels hocheffizienter Blockheizkraftwerke (BHKW) wieder Strom und gleichzeitig Wärme erzeugt werden. So wird momentan nicht benötigter regenerativer Strom zwischengespeichert.

Die verwendete PEM-Elektrolyse (PEM: Protonen-Austausch-Membran) ermöglicht ein effizienteres Verfahren als bisher und trägt dazu bei, die Power-to-Gas-Technologie technisch und wirtschaftlich weiter zu optimieren. Mit einer Größe von ca. 55 x 70 x 90 cm handelt es sich um die weltweit kompakteste Einheit in der 1,5 Megawatt-Leistungsklasse.

Martin Voß und Uwe Möller waren sich am Ende mit ihren Kollegen einig. Diese Anlage stellt eine zukunftsweisende Ausrichtung für die Energiewende dar. Mit ihr können Teile des überschüssigen Stroms vor Ort genutzt werden, anstatt sie mittels teuren Netzausbaus in den Süden zu schicken.

Ebenfalls auf dem Gelände des Innovationszentrums befindet sich eine Algenanlage samt Biogaspilotanlage, die zum Abschluss der Veranstaltung ebenfalls noch besichtigt wurde.

Letzte Änderung am Donnerstag, 07 April 2016 12:24

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