Donnerstag, 07 April 2016 17:12

Raiffeisenbank stellt sich zukunftsfähig auf

Guido Bloch (l.) und Daniel Horn setzen auf die Zukunft. Guido Bloch (l.) und Daniel Horn setzen auf die Zukunft. Foto: hfr

Filiale Müssen wird SB-Standort

 

Büchen (LOZ). In der Raiffeisenbank eG Büchen • Crivitz • Hagenow • Plate stehen Veränderungen an. So wurden in den vergangenen Tagen rund 4.000 Kunden mit einem Brief über die Umstellung auf selbstbediente Filialen in Müssen sowie drei weiteren Standorte in Mecklenburg-Vorpommern (Leezen, Rastow und Picher) informiert.

Mehrere Gründe haben zu der Entscheidung geführt, die der Genossenschaftsbank ganz und gar nicht leicht gefallen ist. So mache sich zum Einen die anhaltende europäische Niedrigzinspolitik bemerkbar und verringere massiv die Zinserträge. Um auch in Zukunft wirtschaftlich handeln zu können, wolle man daher rechtzeitig gegensteuern.

„Zum anderen nehmen wir Rücksicht auf das veränderte Kundenverhalten und reagieren auf diverse bürokratische Auflagen und Pflichten der Gesetzgebung, die steigende Kosten verursachen.“, erklärt Vorstandsmitglied Daniel Horn

Kostenersparnis steht jedoch nicht im Vordergrund der Entscheidung. Die Nachfrage nach persönlichem Service bei einfachen Bankangelegenheiten, wie zum Beispiel Geld abheben, Kontoauszüge abholen und Überweisungen vornehmen, sei in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Bereits 25 Prozent der Konten bei der Raiffeisenbank eG werden ausschließlich online geführt – Tendenz weiter steigend.

Hingegen sind bei Beratungen, wie Baufinanzierung oder Geldanlagen, Spezialisten gefordert. „Vor allem in unseren kleineren Filialen in Müssen, Leezen, Picher und Rastow haben wir erkannt, dass wir diese kompetente und umfassende Beratung nicht mehr zeitgemäß umsetzen können.“, so Daniel Horn weiter.

Daher habe man sich dazu entschieden, die Filialen in Leezen und Picher bis Sommer dieses Jahres, die Filialen in Müssen und Rastow bis spätestens zum 31. August 2017 mit anderen Filialen zusammenzulegen.

Dies sei jedoch kein Rückzug aus der Fläche, betont Vorstandskollege Guido Bloch. Die Standorte bleiben erhalten. Die vorhandenen Geldautomaten werden um Kontoauszugsdrucker ergänzt, mit denen künftig auch Überweisungen getätigt werden können.

Personaleinsparungen wird es auch nicht geben. Alle Mitarbeiter stehen weiterhin als vertraute Ansprechpartner zur Verfügung, nur eben in den größeren, naheliegenden Standorten wie Büchen oder Schwarzenbek. Durch die Umbesetzung der Mitarbeiter wolle man Beratungszentren in Büchen und Schwarzenbek schaffen.

Und in diese wird investiert: So wurde im vergangenen Jahr die Schwarzenbeker Filiale komplett saniert und modernisiert. Und Büchen steht im Sommer der Umzug in die neugebauten Räumlichkeiten in der Büchener Straße an.

Die neuen Geräte werden einige Wochen vor der Umstellung in den Filialen aufgestellt. So können alle Kunden sich die Bedienung durch die Bankmitarbeiter ausführlich erklären lassen. Und nicht zuletzt ist auch weiterhin Zusendung der Überweisungen auf dem Postwege möglich.

Letzte Änderung am Donnerstag, 07 April 2016 17:24

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