Donnerstag, 09 Juni 2016 13:02

Jusos distanzieren sich von „Linksrock für’n Euro“

Jusos distanzieren sich von „Linksrock für’n Euro“ Foto: hfr

Fromm: „Die Jusos Herzogtum Lauenburg verwahren sich dagegen, mit der der Veranstaltung „Linksrock für’n Euro“ in Verbindung gebracht zu werden.“

 

Büchen (LOZ). Die Junge Union Büchen hat kritisiert, dass mit der Veranstaltung „Linksrock für’n Euro“ Extremismus mit Extremismus bekämpft werden würde. Auch die Jusos wurden dabei erwähnt, da laut Webseite der Veranstalter die Jusos Büchen das Konzert unterstützen würden. Zur Diskussion um den Konzertabend in Büchen betont der Kreisvorsitzende der Jusos Herzogtum Lauenburg Calvin Fromm:

„Wenn sich eine politische Jugendorganisation im Kreis gegen Extremismus jedweder Art eingesetzt hat und weiterhin einsetzt, dann sind es die Jusos Herzogtum Lauenburg.

Alljährlich verteilen wir zum Tag des Grundgesetzes die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland an Schülerinnen und Schüler. Mehrere tausend im ganzen Kreis kamen dadurch bereits unmittelbar mit dem Grundgesetz in Kontakt. Als der Kreis Herzogtum Lauenburg vergangenes Jahr im Verfassungsschutzbericht des Landes Schleswig-Holstein negativ hervorgehoben wurde, haben wir nicht die Füße stillgehalten. Vielmehr luden wir den Verfassungsschutz ein, sich direkt mit den Verantwortlichen im Kreis über das Problem des regionalen Extremismus auszutauschen.

Die Zusammenarbeit mit der Jungen Union als Ring politischer Jugend im Begleitausschuss „Demokratie leben!“ des Kreises wäre nur ein weiteres von vielen Beispielen unseres Einsatzes für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung.“

Die Jusos Herzogtum Lauenburg verwahren sich dagegen, mit der der Veranstaltung „Linksrock für’n Euro“ in Verbindung gebracht zu werden. Weder unterstützen sie diese noch ist irgendjemand seitens der Verantwortlichen des Konzertabends an den Juso-Kreisvorstand herangetreten. Eine Ortsgruppe „Jusos Büchen“ besteht seit einigen Jahren nicht mehr. Zudem ist ein Lukas Laghof, der öffentlich im Namen der Jusos Büchen für die Veranstaltung warb, nicht als Mitglied der Jusos im Kreis gemeldet.“

Am 18. Juni, findet erneut das Fußballturnier „Tore für Toleranz“ der Glinder Initiative „M.u.T. – Menschlichkeit und Toleranz“ statt. Traditionell nehmen die Jusos Herzogtum Lauenburg daran teil. „Wir laden die Junge Union herzlich ein, auf dem Fußballplatz gemeinsam ein Zeichen zu setzen. Es ist unsere Verpflichtung, uns als politische Jugendorganisationen für Demokratie und gegen Extremismus zu engagieren“, so Calvin Fromm abschließend.

Letzte Änderung am Donnerstag, 09 Juni 2016 13:08

6 Kommentare

  • Kommentar-Link Freitag, 10 Juni 2016 18:23 gepostet von Holger

    Also Herr Fromm, die Jusos Herzogtum Lauenburg scheinen ja den VS ganz gut zu finden (warum auch immer...siehe NSU aber bitte). Dieser hält aber die Antifa Herzogtum Lauenburg für unbedenklich. Jedenfalls tauchte diese nicht in ihrem Bericht auf. Anders als zum Beispiel die Linkspartei. Ist diese Ihnen jetzt auch zu "extrem"?

    Ich denke an Hand von Bildern fest zu machen, wie eine Gruppe ist, ist lächerlich. Das kann auch eine verbal Militanz sein über die man gerne streiten kann. Aber in Zeiten von brennenden Flüchtlingsunterkünften, "extrem!" aktiven Nazikadern und ähnlichem ist das wohl ein kleineres Problem. Wenn sie ansonsten keine Beweise für Ihre Vorwürfe haben, bitte ich Sie doch zukünftig zur Thematik Antifaschismus zu schweigen und dies Menschen zu überlassen die dies konsequent tun und Ahnung von der Materie haben.

    Es bleibt dabei. Den Jusos sind Wählerstimmen wichtiger als konsequenter Antifaschismus!

  • Kommentar-Link Freitag, 10 Juni 2016 12:26 gepostet von Calvin Fromm

    Lieber Lars,

    die Antifa Herzogtum Lauenburg, die als Unterstützerorganisation aufgelistet ist, befürwortet auf ihren Seiten den Einsatz von Molotowcocktails und Schlagringen. Dies kann durchaus als extremistisch bezeichnet werden. Dem Selbstverständnis der Jusos Herzogtum Lauenburg nach war und ist es undenkbar, Gewalt als Mittel der Politik in Betracht zu ziehen oder auch nur indirekt damit in Verbindung gebracht zu werden. Dass es eine Minderheit gibt, die ernsthaft Gegenteiliges vertritt oder einfach darüber hinwegsieht, ist erschreckend.

  • Kommentar-Link Donnerstag, 09 Juni 2016 23:56 gepostet von Lars

    Die Jusos, haben kein Rückgrat und ich kann dem Holger nur zustimmen. Wann ist auf dem Linksrock jemals was vorgefallen? Die Antife bleibt bei uns freidlich und die sind sehr gute Unterstützer! Der Eindruck der entsteht ist doch, dass die Verantstaltung als solche zu extrem (=schlecht) ist. Und das liebe Jusos und Kommentatoren ist falsch. Es ist eine freidliche Verantstaltung gegen Rechtsextremismus für junge Leute in Büchen. Und was spricht dagegen? Besinnt euch auf erue Wurzeln ;D

  • Kommentar-Link Donnerstag, 09 Juni 2016 16:38 gepostet von Helmut

    Schwach, so unheimlich schwach

  • Kommentar-Link Donnerstag, 09 Juni 2016 16:15 gepostet von Calvin Fromm

    Lieber Holger,

    vielmehr wollen die Jusos nichts mit Extremismus (egal ob vom äußeren rechten oder vom äußeren linken Rand) zu tun haben. Könnte Glaubwürdigkeit kosten und steht unserer politischen Arbeit diametral entgegen

  • Kommentar-Link Donnerstag, 09 Juni 2016 15:07 gepostet von Holger

    Klar, mit konsequentem Antifaschismus wollen die Jusos nichts zu tun haben. Könnte ja Wählerstimmen kosten. ;)

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