Dienstag, 14 Juni 2016 18:47

Graffiti-Workshop in Büchen: Echt cool…

Graffiti-Workshop in Büchen: Echt cool… Fotos: hfr

Büchen (LOZ). Was für ein Wochenende. Vom 27.bis 29. Mai fand am Jugendzentrum der vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“ geförderte, große Graffiti-Workshop mit dem Künstler Anstar One aus Geesthacht statt. Ein Kooperationsprojekt des Jugendzentrums mit dem Steinau Kulturverein.

Drei Tage lang wurde entworfen, vorgezeichnet und richtig „coole“ Graffitis erstellt. Nebenbei gab es auch einige Hinweise zum rechtlichen Thema. Also zum Beispiel, wo Graffitis erlaubt sind und wo nicht. Gar nicht so einfach, denn fremdes Eigentum darf natürlich nicht als Unterlage genutzt werden. Allerdings gibt es mittlerweile in vielen größeren Städten zum Sprayen freigegebene Flächen, berichtete der Künstler Anstar One. Vielleicht ist das ja auch eine zukünftige Idee für Büchen? Die Teilnehmer wären auf jeden Fall begeistert. Auch der Ehrenkodex war Thema. So ist es beispielsweise, dass Künstler, die etwas von sich halten, niemals Werke von anderen Künstlern übersprayen und die Kritik für solche Aktionen in der Szene ist groß.

Sehr spannend wurde es dann am Freitag bei den ersten Testsprays. Wer einmal eine Dose in der Hand hatte, wollte nicht mehr aufhören. Auch der Jugendpflegerin Svenja Kaszubowski, erging es so. „Ich hätte nicht gedacht, dass Sprayen so Laune macht. Aber am Besten finde ich die Begeisterung der Gruppe. Gemeinsam an einem großen Projekt zu gestalten, sich zu beraten und am Ende das tolle Ergebnis zu sehen- große Klasse“. Heidi Trost, die gute Fee aus dem Juz, sorgte das ganze Wochenende dafür, dass kein Hunger entstehen konnte.

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Am zweiten Tag wurde eine Graffiti-Wand, mit einem gemeinsamen Schriftzug gestaltet. Die Wand soll in den Sommerferien an der Skateanlage aufgestellt werden und als Windschutzwand dienen. Schön wäre es, wenn dort auch eine Sitzbank installiert werden kann. Dafür sucht das Jugendzentrum aber noch einen Sponsor.

Am letzten Workshop-Tag ging es um die Gestaltung des Fahrradunterstandes am Jugendzentrum. Es gab so wahnsinnig viele Ideen und die Gruppe einigte sich auf ein Graffiti, bei dem jeder etwas Eignens zum gemeinsamen Kunstwerk beisteuerte. Auch hier ist das Ergebnis wirklich sehenswert.

Entstanden war die Grundidee für einen Graffiti-Workshop schon letztes Jahr, auf Grund eines Antrages im Jugend-, Kultur- und Sportausschuss. Ein Jugendlicher wollte legal ein Graffiti an der Skateanlage sprayen. Das nun ein ganzer Workshop mit den Jugendlichen geplant wurde, ist ein gutes Beispiel für gelungene Beteiligung in der Jugendarbeit. „Ich bedanke mich noch einmal bei unseren Kooperationspartnern, dem Steinau Kulturverein“, so Svenja Kaszubowski, „und bei Sara Opitz, der Koordinatorin des Bundesprogrammes „Demokratie leben“, ohne dessen Förderung, so eine gelungene Veranstaltung sicherlich nicht hätte statt finden können“.

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