Donnerstag, 30 Juni 2016 12:20

Für den Hörtest ist es nie zu früh

Für den Hörtest ist es nie zu früh Foto: W. Reichenbächer

Die große Hörtour der Fördergemeinschaft Gutes Hören kommt nach Büchen

 

Büchen (LOZ). Die bundesweite Hörtour der Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH) macht am Donnerstag, 7. Juli, in Büchen Station. Wie immer stehen dabei Hörtests und Hör-Vorsorge im Mittelpunkt. Das kostenlose Hörtest- und Informationsangebot hat sich in den letzten Jahren bestens bewährt und trifft auf eine enorme Nachfrage, denn Hörminderungen sind weiter verbreitet als vielfach angenommen.

Die Ergebnisse der letztjährigen FGH Hörtour zeigen deutlich, wie wichtig Aufklärung und Vorsorge in Sachen gutes Hören sind: Insgesamt nutzten mehr als 25.000 Interessierte das kostenlose Hörtest-Angebot in den FGH Hörmobilen. Unter den teilnehmenden Jugendlichen unter 20 Jahren wurden bereits bei 9 Prozent leichte bis mittlere Hörminderungen festgestellt. Von den Erwachsenen von 21 bis 40 Jahren hören 23 Prozent nicht mehr einwandfrei. Mit zunehmendem Lebensalter ist die Tendenz weiter steigend: In der Altersgruppe der 41 - 60jährigen nimmt der Anteil der Hörminderungen signifikant auf 55 Prozent zu. Mit über sechzig Jahren sind 84 Prozent von Einschränkungen des Gehörs betroffen.

Das mit einer Testkabine ausgestattete Hörmobil bietet den Besuchern in der Möllner Straße neben den kostenlosen Hörtests auch qualifizierte Beratungen und Informationen über den Hörsinn, Vorsorgemaßnahmen und das Hören mit modernen Hörgeräten. Die fachkundige Begleitung führen die Partnerakustiker von Hofmann Optik & Akustik zusammen mit dem FGH Team durch. Damit ist auch, falls notwendig, für die spätere professionelle Versorgung möglicher Hörminderungen gesorgt.

„Die häufigsten Ursachen für Hörminderungen liegen in den heutigen Lebensgewohnheiten“, sagt Christian Hastedt von der Fördergemeinschaft Gutes Hören. „Ob am Arbeitsplatz oder in der Freizeit, unser Gehör ist einer ständigen Beschallung ausgesetzt, die über kurz oder lang zu Verschleißerscheinungen führt. Gerade angesichts der demografischen Entwicklung – immer mehr Menschen werden immer älter – ergibt sich auf dem Gebiet der Hör-Vorsorge ein großer Handlungsbedarf: Aufklärung und regelmäßige Überprüfungen des Hörvermögens sind dringend notwendig, um die Qualität des Sinnesorgans Ohr zur Kommunikationsfähigkeit und Lebensqualität bis ins hohe Alter zu erhalten.“

Immer noch lassen viele Menschen ihr Gehör erst dann überprüfen, wenn sie von anderen auf ihr schlechtes Verstehen hingewiesen werden, oder wenn sie selbst Einschränkungen im Alltag feststellen. Das ist nach einstimmiger Expertenmeinung viel zu spät, denn die sogenannte Hörentwöhnung sollte gar nicht erst eintreten. Frühzeitig erkannte Hörminderungen können durch die moderne Hörakustik effektiv ausgeglichen werden. Die gewohnte Lebensqualität bleibt so erhalten.

Das Hörmobil steht am 7. Juli von 10 bis 18 Uhr in der Möllner Straße bei Hofmann Optik & Akustik in Büchen.

Letzte Änderung am Donnerstag, 30 Juni 2016 14:38

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