Freitag, 15 Juli 2016 10:45

Stadtradeln im Amt wird immer beliebter

Für die aktivsten Teilnehmer gab es Urkunden und Geschenke. Für die aktivsten Teilnehmer gab es Urkunden und Geschenke. Foto: W. Reichenbächer

343 Radlern fahren 37.303 Kilometer

 

Fitzen (wre). Nachdem die Auftaktveranstaltung zum Stadtradeln in Fitzen stattfand, wurde dort auch die Abschlussveranstaltung vorgenommen. „Ich hätte jetzt gar nicht mit so vielen Teilnehmer gerechnet“, zeigte sich Fitzens Bürgermeister und Amtsvorsteher Martin Voß überrascht, als er den vollen Saal sah. Mit 343 Radlern und 37.303 gefahrenen Kilometern konnte das Amt sich aber auch wieder zum Vorjahr steigern, und belegt auch im Landesvergleich einen guten Platz.

Im Aktionszeitraum vom 4. bis zum 24. Juni haben die Radler aus den Amtsgemeinden, darunter 28 Kommunalparlamentarier, in 22 Teams im Vergleich zur Autofahrt so gemeinsam 5.297 Kilogramm Kohlendioxid eingespart.

Erstmalig in diesem Jahr nahm auch die Friedegart-Belusa-Gemeinschaftsschule Büchen an der Aktion teil. Die Schule engagiert sich bereits lange für den Klimaschutz durch ihre Teilnahme am Energie-Spar-Projekt Sachsenwald/ Alte Salzstraße und ihre Energie-Scouts. Ebenfalls dabei ein Team der Bürgervorsteherin Heike Gronau-Schmidt, in dem Geflüchtete mitradelten auf Fahrrädern, die in der Selbsthilfe-Werkstatt auf Vordermann gebracht worden waren.

Besonders engagiert war auch der diesjährige Stadtradel-Star Michael Münstedt, der auf seinen Touren 1.534 Kilometer für das Amt Büchen gesammelt hat und damit bundesweit bei den Stadtradel-Stars einen Spitzenplatz belegt. Er hat die drei Wochen komplett ohne Autofahrten organisiert und berichtete in einem Blog und bei der Abschlussveranstaltung über seine Rad-Erlebnisse. „Eigentlich wollte ich ja mehr schaffen, aber ich musste auf unseren Hund aufpassen, und konnte dann doch nicht so lange Touren machen“, erzählte Münstedt zur Überraschung der Gäste, die diese Leistung schon hervorragend fanden.

Bei der Abschlussveranstaltung mit Preisverleihung dankten Amtsvorsteher Martin Voß und die Klimaschutzmanagerinnen Daniela Bauer und Dr. Maria Hagemeier-Klose allen Teilnehmenden für das tolle Ergebnis und das große Engagement für den Radverkehr. Besonders engagierte Teams, Radlerinnen und Radler sowie Kommunalparlamentarier wurden stellvertretend für alle Teilnehmenden mit Urkunden und Preisen ausgezeichnet.

Die PS-Zwerge als jüngstes Team bekamen Spiele zum Thema „Straßenverkehr“ als Anerkennung. Die Friedegart-Belusa-Gemeinschaftsschule stellte in diesem Jahr das größte Team und erradelte 5.863 Kilometer. Das engagierteste gemeindliche Team war das Langenlehstener Radfahrteam, die mit 18 Mitgliedern 1.120 Kilometer gefahren sind. Aus der Verwaltung wurde das Wasserwerk Büchen geehrt, die mit drei Personen 815 Kilometer sammelten. Claudia Hondt wurde als aktivste Kommunalparlamentarierin geehrt. Sie radelte in der Zeit 503 Kilometer, und fuhr meist von Büchen zu ihrer Arbeitsstelle nach Mölln. „Lieber Martin (Voß), wir sollten dringend am Radweg Büchen-Gudow arbeiten“, mahnte die Kommunalpolitikerin. Vor allem durch die Öffnung der Autobahn sei das Fahren mit dem Fahrrad auf der Landstraße kein Vergnügen mehr.

Den ersten Platz des „Teams mit den radelaktivsten Teilnehmern erhielt Familie Münstedt aus Roseburg, zu der auch der Stadtradel-Star gehört und die zu dritt 3.047 Kilometer zurücklegten, jedes Familienmitglied fuhr durchschnittlich 762 Kilometer. Die Landfrauen erhielten für insgesamt 6.697 Kilometer eine Auszeichnung für das Team mit den meisten Kilometern absolut.

Die Klimaschutzmanagerinnen zeigten sich hocherfreut von dem großen Engagement in diesem Jahr und werteten das Stadtradeln im Amt Büchen als Erfolg. Ebenso wie der Stadtradel-Star und andere Teilnehmenden ermunterten sie alle dazu, auch nach dem Aktionszeitraum weiter so aktiv zu radeln. Denn das Fahrrad sei ein zentraler Baustein einer nachhaltigen Gestaltung von Mobilität und ein aktiver Beitrag, den jeder zum Klimaschutz leisten kann. „Außerdem macht Fahrrad fahren Spaß, ist gesund in jedem Alter und schont den Geldbeutel. Gerade auf Kurz- und Mittelstrecken ist es daher ein optimaler, oft auch der schnellste Verkehrsträger.“

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