Montag, 25 Juli 2016 20:06

Junge Union fordert Konsequenzen

Junge Union fordert Konsequenzen Foto: W. Reichenbächer

„SPD und Bürgermeister Möller befürworten Linksrock im JUZ“

 

Büchen (LOZ). Auf der letzten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Kultur, Sport und Soziales stand erneut die Veranstaltung „Linksrock für’n Euro“, die kürzlich in Büchen stattfand, auf der Tagesordnung. Im Vorfeld wurde nach der Kritik der Jungen Union (JU) am Linksrock bekannt, dass die Antragssteller der Veranstaltung, die sich als Jusos Büchen ausgegeben hatten, nicht mehr existieren.

Damit der Linksrock doch stattfinden konnte, beantragte die Linksjugend „Solid“ erneut die Nutzung des Jugendzentrums. Ebenfalls wurde die Grüne Jugend im Antrag genannt. Von der Antifa, die auf allen Plakaten zu finden war, fehlte im Antrag aber jede Spur. „Trotz dieser sonderbaren Umstände wurde der Antrag dennoch von der Verwaltung genehmigt und die Veranstaltung durchgeführt“, kritisiert der Vorsitzende des Amtsverbandes der Jungen Union Büchen, Florian Slopianka.

„Diese Veranstaltung lobte die SPD bei der Sitzung des Ausschusses nun in den höchsten Tönen“, so Slopianka. Der JU-Vorsitzende stellte daraufhin der SPD kritische Nachfragen. „In den Antworten auf diese gestand die SPD sich ein, nicht über ihre eigene Jugendorganisation informiert gewesen zu sein. Auch über die Beteiligung der Antifa, die auf ihrer Homepage zu Gewalt animiert, sei man nicht erfreut. Ein Grund, die Veranstaltung infrage zu stellen, sei dies aber keineswegs“, sagt Slopianka.

„Offensichtlich hat die SPD Angst, Konsequenzen aus der Misere um den Linksrock zu ziehen. Weder das Täuschungsmanöver der Fake-Jusos noch die offensichtliche Beteiligung der Antifa werden von ihnen gutgeheißen. Da sie aber dieses Spiel weiterhin unterstützen wollen, sind ihre Worte nicht mehr als heiße Luft“, fasst Florian Slopianka die Vorstandsmeinung der JU zusammen.

„Aber nicht nur die SPD-Fraktion, auch der Büchener Bürgermeister Uwe Möller möchte die Veranstaltung fortführen. Denn die Veranstaltung habe seiner Meinung nach eine Kontinuität erreicht und bringe ein „buntes Bild“ mit sich. Die Frage, die sich uns stellt, ist, inwiefern Extremismus bunt ist. Extremismus ist stets reduzierend und somit ist weder Links- noch Rechtsextremismus unterstützenswert. Nichts anderes aber sagt der Titel ‚Linksrock‘ aus. Das Pendant dazu hat jüngst in Koberg stattgefunden“, fügt Florian Slopianka hinzu.

Um kein falsches Licht auf Büchen und das JUZ zu werfen, fordert die Junge Union die Verantwortlichen deshalb auf, das Jugendzentrum keiner politischen Partei oder Organisation mehr zur Verfügung zu stellen.

„Das JUZ darf nicht zu politischen Zwecken missbraucht werden. Weder CDU noch SPD, weder die JU noch die Jusos, noch irgendeine andere politische Organisation sollte in Zukunft Veranstaltungen im Jugendzentrum stattfinden lassen“, schließt der Amtsverbandsvorsitzende und hofft auf dementsprechende Beschlüsse nach der Sommerpause.

Letzte Änderung am Montag, 25 Juli 2016 20:23

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