Donnerstag, 10 November 2016 13:02

Stadtwerke bauen Glasfasernetz weiter aus

Wilhelm Burmester, Karl-Heinz Weber und Martin Voß (v.l.) am Schaltschrank mit den neuen Glasfaserleitungen. Wilhelm Burmester, Karl-Heinz Weber und Martin Voß (v.l.) am Schaltschrank mit den neuen Glasfaserleitungen. Foto: W. Reichenbächer

Fitzen (wre). Zum offiziellen Übergabetermin der Glasfaseranschlüsse kamen heute in Fitzen die Bürgermeister aus Güster, Siebeneichen und Fitzen mit Vertretern der Vereinigte Stadtwerke Media und Vertretern der ausführenden Firmen zusammen. Dabei erklärten die Stadtwerke auch, dass der Ausbau weitergehen soll, und auch noch einmal die Orte eine Chance bekommen sollen, wo die Quote bisher nicht erreicht wurde.

Fitzens Bürgermeister Martin Voß zeigt sich froh, dass neben den Häusern im Dorf auch die Wochenendgebiete mit angeschlossen wurden. „Da war man ja anfangs nicht ganz so euphorisch“, erklärt Voß. „Ansonsten hatten wir ja zum Glück keine Probleme mit der Anschlussquote, ergänzt Voß. Amtskollege Karl-Heinz Weber aus Siebeneichen lobte in diesem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit mit den Stadtwerken.

Wilhelm Burmester, Bürgermeister aus Güster, bemängelte aber, dass in der Gemeinde vier Häuser nicht mit angeschlossen wurden. „Dabei waren gerade dies die Einwohner, die mit zu den ersten gehörten, die sich angemeldet haben, und für die Quote gekämpft haben“, so Burmester. Das Problem ist, dass diese Häuser hinter einem Bahndamm liegen. „Allein die Anfrage bei der Bahn, ob dort ein Leerrohr vorhanden ist und genutzt werden kann, koste zwischen 2.000 und 3.000 Euro“, begründet Petra Grimm von den Stadtwerken, warum dort noch kein Anschluss erfolgte. Falls dort neue Rohre verlegt werden müssten, würde dies rund 50.000 Euro kosten. Zu viel für nur vier Anschlüsse. „Wir arbeiten aber an einer Lösung, eventuell auch über WLAN“, so Grimm.

Seit 2009 haben die Stadtwerke 90 Millionen Euro in den Glasfaserausbau investiert. In den kommenden Jahren sollen auch noch die restlichen Gebiete angeschlossen werden. Dabei sollen auch die Gemeinden noch einmal eine Chance bekommen, wo die Mindest-Anschlussquote bisher nicht erreicht werden konnte. „30 Prozent sollten es aber dann trotzdem noch sein“, sagt Wolfgang Babel, Fachbereichsleiter Vereinigte Stadtwerke Netz. Diese Gebiete könnten 2017 oder 2018 ans Netz gehen.

Auch wenn die Anschlüsse etwas länger gedauert haben, zeigt sich Martin Voß zufrieden mit dem Ergebnis. „Die Stadtwerke haben es geschafft, etwas ins Haus zu legen was nichts gekostet hat. Bei anderen Anbietern wären 160 Euro für den Anschluss fällig gewesen, da wartet man dann eben auch etwas länger.“ Es gab bereits vor mehreren Jahren die Möglichkeit, über KielNet an Glasfaser zu kommen. Die Entscheidung der Gemeindevertreter fiel dann aber zugunsten der Stadtwerke aus. Im Winter 2014/2015 gab es dann die ersten Informationsveranstaltungen für die Bürger. Als letzte Gemeinde der drei Dörfer wurde Fitzen angeschlossen, wo Ende Juli die ersten Kundenanschlüsse erfolgten.

Letzte Änderung am Donnerstag, 10 November 2016 13:09

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