Mittwoch, 01 Februar 2017 14:20

CDU Büchen warnt vor Windkraftplänen der Landesregierung

CDU Büchen warnt vor Windkraftplänen der Landesregierung Foto: W. Reichenbächer

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Büchen (LOZ). Die Büchener CDU blickt mit Sorge auf die aktuell vorgelegten Pläne der Landesregierung für Windkraftanlagen in unmittelbarer Nähe zum Ortsteil Büchen-Pötrau. Aufgrund der diversen Risiken schließt sich der Ortsverband der Forderung der CDU Schleswig- Holstein an, den Mindestabstand zu Siedlungsflächen deutlich über einem Kilometer festzulegen.

Es würde unter anderem Schlafstörungen, Tinnitus, Übelkeit, verschwommenes Sehvermögen, Herzrasen, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen drohen. „Die Aufzählung der Risiken, die die Windkraft – bezogen auf die im Umkreis der Anlagen lebenden Menschen- hat, könnte man noch fortführen. Mehrere Studien, wie eine 2013 in Ontario durchgeführte, bescheinigen diese Auswirkungen“, betont der Fraktionsvorsitzende Markus Räth.

Da nun Vorranggebiete für Windenergienutzung in der Nähe Büchen-Pötraus geplant sind, ruft dies den Protest der Kommunalpolitiker hervor. „Wir müssen unsere aktuellen und zukünftigen Einwohner vor diesen gesundheitlichen Gefahren schützen. Im Gegensatz zur Landesregierung sind gesundheitliche Schutzbereiche unserer Bürger für uns nicht verhandelbar“, fasst Florian Slopianka die CDU- Position zusammen.

In Büchen-Pötrau plant Büchen eine Ortsentwicklung, die vor allem junge Familien nach Büchen bringen soll. Die Gemeinde hat hierfür bereits Flächen erworben, die noch näher an den geplanten Vorranggebieten liegen als der Großteil des bisher bestehenden Büchen-Pötraus.

„Es steht außer Frage, dass unsere bereits getätigten Investitionen ebenfalls geschützt werden müssen. Das geplante Vorranggebiet würde den Wert der zukünftigen Grundstücke deutlich schmälern. Den dadurch entstehenden Verlust hätte dann der Büchener Steuerzahler zu begleichen“, merkt Henning Lüneburg an.

Daher fordert die CDU, sich als Gemeinde einheitlich zu präsentieren und gegen die Pläne der Landesregierung vorzugehen. Gleichzeitig appelliert Henning Lüneburg: „Der Mindestabstand von 800 Metern ist unzumutbar. Eine Ausweitung des Mindestabstandes wird es aber auf Dauer nur mit der CDU geben. Deshalb ist es an den Wählern, bei der Landtagswahl die Landesregierung für ihre verantwortungslose Politik abzustrafen.“

Letzte Änderung am Mittwoch, 01 Februar 2017 14:27

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