Freitag, 24 Februar 2017 12:48

Klaus Schlie fordert mehr Offshore-Windkraft

Klaus Schlie fordert mehr Offshore-Windkraft Foto: hfr

Beim ersten „Büchener Gespräch“ stand die Energiewende im Mittelpunkt

 

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Büchen (LOZ). Kaum ein landespolitisches Thema ist so brisant und unmittelbar spürbar wie die aktuell vorgelegten Pläne der Landesregierung zur Windenergie. Gerade einmal 800 Meter soll der Mindestabstand zu bewohnten Gebieten betragen. Und auch im Amtsgebiet Büchen sind Vorranggebiete für Windenergie geplant, weshalb die Lebensqualität der Bürger und die Ortsentwicklung Büchens massiv beeinträchtigt werden könnte.

Deshalb hat die CDU-Fraktion Büchen nicht nur eindeutig Stellung gegen diese Pläne bezogen, sondern lud nun zur Auftaktveranstaltung der „Büchener Gespräche“ mit eben diesem Thema ein. Als kompetenter Impulsredner und Diskussionspartner nahm der Landtagsabgeordnete und Direktkandidat für den Landtag, Klaus Schlie, teil.

„Gleich zu Beginn möchte ich klarstellen: Ich sage ja zur Energiewende. Ich sage ja zur Windenergie. Aber nur soweit, wie die Akzeptanz der Bevölkerung geht und der Mensch nicht unter den Maßnahmen leidet“, fasste Klaus Schlie seine Position zusammen. Völlig unverständlich sei es, dass die Landesregierung jahrzehntelang bestehende Anlagen in Küstennähe langfristig nicht wolle, obwohl dort deutlich mehr Wind wehe als im Binnenland und auch eine hohe Akzeptanz der dortigen Bevölkerung vorherrsche.

„Stattdessen weist die Küstenkoalition nun Flächen in Gemeinden aus, in denen keinerlei Akzeptanz besteht. Das ist doch absurd. Natürlich brauchen wir mehr Flächen, aber man sollte sich nicht gegen den Gemeindewillen stellen. Die Ziele sind auch zu erreichen, wenn man Offshore-Windkraft vorantreibt und Windkraftanlagen in Küstennähe baut“, ist sich Klaus Schlie sicher. „Und die aktuellen Pläne sind nur durch eine Veränderung der Kriterien zu kippen. Die Möglichkeit, die Kriterien zu verändern, bietet sich dem Wähler am 7. Mai“, führt der Direktkandidat der CDU fort.

Denn die CDU Schleswig-Holstein fordert eine Ausweitung des Mindestabstands zu Siedlungen von 1.200 Metern. Auf diese Weise würden die im Amtsgebiet vorgesehenen Vorranggebiete fast vollständig verschwinden.

Auch in der Diskussion wurde deutlich, wie unzufrieden viele Bürger mit der Landesregierung sind. Besonders unverständlich ist es für viele, warum ein Ausbau forciert werde, obwohl der Strom gar nicht verwendet werden kann.

Nach zwei Stunden Diskussion zog der Fraktionsvorsitzende der CDU Büchen, Wolf-Dieter Lange, ein positives Fazit: „Klaus Schlie hat deutlich Position bezogen und damit großen Zuspruch geweckt. Die lebendige Diskussion hat gezeigt, dass wir mit der Veranstaltung einen Nerv getroffen haben. Ich bin zuversichtlich, dass sich nach dem 7. Mai einiges zum Positiven verändern wird.“

Das nächste „Büchener Gespräch“ kündigte Henning Lüneburg für den März an. Dann bietet sich die Gelegenheit, mit dem Bundestagsabgeordneten der CDU, Norbert Brackmann, über das Thema Elbe- Lübeck- Kanal zu diskutieren.

Letzte Änderung am Freitag, 24 Februar 2017 13:16

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