Mittwoch, 15 März 2017 16:46

Büchens Gemeinschaftsschule setzt auf digitale Medien

Schulverbandsvorsteher Axel Engelhard, Christiane Raap, Werner Hendricks und Dr. Harry Stossun präsentieren stolz die Auszeichnung vom Land als „Modellschule für digitales Lernen“. Schulverbandsvorsteher Axel Engelhard, Christiane Raap, Werner Hendricks und Dr. Harry Stossun präsentieren stolz die Auszeichnung vom Land als „Modellschule für digitales Lernen“. Foto: W. Reichenbächer

20.000 Euro Unterstützung vom Land schafft Spielraum

 

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Büchen (wre). Bereits seit längerer Zeit beschäftigt sich die Friedegart-Belusa-Gemeinschaftsschule in Büchen mit dem Thema „Lernen mit digitalen Medien“. Dafür wurde die Schule nun vom Land als eine von 26 Modellschulen ausgezeichnet und bekam als Förderung 20.000 Euro überreicht. „Wir sind die einzige Gemeinschaftsschule im Kreis, die diesen Titel und die Förderung erhalten habt“, sagt Schulleiter Dr. Harry Stossun nicht ohne Stolz.

Werner Hendricks, Koordinator für den Umgang mit digitalen Medien, freut sich, dass nun weitere Mittel zur Verfügung stehen, um den Unterricht weiter voran zu bringen. Wie die 20.000 Euro eingesetzt werden sollen, steht aber noch nicht fest. „Das wird eine Steuerungsgruppe entscheiden“, erklärt Hendricks, die derzeit aus 15 Lehrern besteht. „Wir wollen aber auch die Schüler und Eltern mit ins Boot holen“, ergänzt der Informatik-Lehrer. Man wolle jetzt nicht einfach losziehen und etwas für das Geld anschaffen, sondern aus allen Fächern sollen Vorschläge kommen, wo digitale Medien zur Unterstützung des Unterrichts eingesetzt werden können.

Für Werner Hendricks ist sichtbar, dass es den Schülern Spaß macht mit den Medien umzugehen. So wird nicht nur einfach gelernt, es werden auch praktische Übungen zur Vertiefung eingesetzt erklärt Hendricks, und holt sein Smartphone aus der Tasche. „Hier haben Schüler mit einem kurzen Video den Satz des Pythagoras anhand von Zetteln als geometrische Figuren nachgestellt“, zeigt Hendricks.

„Wir können mit dem Lernen mit digitalen Medien andere Wege und Methoden einschlagen“, ergänzt die Koordinatorin für Schulentwicklung, Christiane Raap, „das bereitet auch gut auf das spätere Berufsleben vor.“ Daher dienen die digitalen Medien auch nicht als Selbstzweck, sondern sie sollen die Schüler auch unterstützen. So könnten Programmierkenntnisse die in der Schule gelernt werden auch dafür eingesetzt werden, für andere Schüler ein Programm zum Lernen zu schreiben. Neben Informatikfächern besteht auch für alle Schüler die Möglichkeit den Europäischen Computerführerschein zu machen.

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Zoë Pusch und Tjorven Peters zeigen Werner Hendricks ihre Fortschritte bei der Spieleprogrammierung. Foto: W. Reichenbächer

 

Die beiden Schüler Zoë Pusch (15) und Tjorven Peters (14) sind begeistert von den Möglichkeiten an der Schule. Derzeit sind sie dabei mit einem Programm das beim Programmieren hilft kleine Spiele zu entwickeln. Später wird dann direkt mit einer Programmiersprache geschrieben. „Es ist eine gute Sache, wenn zum Beispiel bei Projektarbeiten das Portal der Schule genutzt werden kann, und nicht alle vor Ort sein müssen“, lobt Tjorven Peters. „Wir haben Schüler aus 63 Gemeinden, da wäre es nicht immer leicht sich nach dem Unterricht zu treffen“, ergänzt Stossun. Aber nur noch am Computer lernen wäre für die Schüler nichts. „Es ist schon gut, wenn ein Lehrer direkt vor Ort helfen kann“, erklärt Tjorven Peters. „Die Lehrer können auch viel besser individuell auf die Schüler eingehen, als dies per Internet möglich wäre“, ergänzt Zoë Pusch.

Das sieht auch Werner Hendricks so. „Die digitalen Medien sind eine tolle Unterstützung, aber wenn ich etwa einfach nur einen Text mit einem Beamer an die Wand werfe hat das nicht den Effekt den ich habe wenn ich noch mit Kreide an die Tafel schreibe, das prägt sich viel besser ein.“

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