Donnerstag, 23 März 2017 16:21

Büchen baut sein Wasserwerk aus

Marcus Hohbein und Uwe Nüsch besprechen den Bauforstschritt am Büchener Wasserwerk. Marcus Hohbein und Uwe Nüsch besprechen den Bauforstschritt am Büchener Wasserwerk. Foto: W. Reichenbächer

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Büchen (wre). Ende Juli soll er fertig sein, der Anbau am Wasserwerk in Büchen. 650.000 Euro investiert die Gemeinde, damit die Mitarbeiter endlich wieder Platz haben, und vernünftig arbeiten müssen. Neben Büro und Werkstatt entstehen auch neue Aufenthaltsräume. „Aus unserem alten Aufenthaltsraum ist ein Technikraum geworden, und im Büro ist kaum Platz für alle vier Mitarbeiter“, erklärt Wassermeister Uwe Nüsch.

„Da geht auch ein dickes Lob an die Mitarbeiter, dass sie in den vergangenen vier Jahren das mitgemacht haben“, so Marcus Hobein vom Bauamt. Der Platz wurde immer weniger, weil die Technik immer umfangreicher wurde. „Das merkt man jetzt auch am Anbau“, sagt Bürgermeister Uwe Möller. „Ein Großteil der Kosten entfällt auf die nötige Technik. Und dann sind die Kosten auch noch stark gestiegen, weil die Handwerker durch gute Auslastung teurer geworden sind.“

Der Wasserpreis soll davon aber kaum bis gar nicht berührt werden. „Die Abschreibung des Gebäudes geht über 80 Jahre. Die Technik wird zwar nicht über einen ganz so langen Zeitraum abgeschrieben, aber auf dem Kubikmeter umgerechnet fällt das kaum auf“, so Möller weiter.

Das alte Gebäude wurde 1995 in Betrieb genommen. Über einen Anbau musste lange nachgedacht werden. Das Wasserwerk steht im Wald, und es sind immer 30 Meter bis zu den Bäumen einzuhalten. „Daher war auch leider kein freistehendes Gebäude mehr auf dem Gelände möglich“, sagt Uwe Möller.

Das Wasserwerk soll aber auch bereits für die kommenden Jahre gut gerüstet sein. Die geplanten Neubeugebiete im Versorgungsbereich stellen kein Problem dar. Derzeit liegt der Durchschnittsverbrauch bei 1.500 Kubikmetern Wasser am Tag. „Im Sommer können es auch schon mal bis zu 2.800 Kubikmeter werden“, so Nüsch. Die Pumpen und Filter sind aber darauf ausgelegt, dass noch deutlich Luft nach oben ist. „Wir können seit der Umrüstung 2010 bis zu 320 Kubikmeter in der Stunde in die rund 160 Kilometer Wasserrohre geben“, sagt Nüsch stolz. Zusätzlich gibt es Wassertanks, die für einen Tag die Wasserversorgung sichern, auch wenn die Pumpen der Brunnen ausfallen sollten, die das Wasser aus 125 Meter tiefe holen.

Nach der Fertigstellung des Anbaus soll es einen Tag der offenen Tür geben. „Die Wasserwerke sind ein sehr wichtiger Teil der Infrastruktur, geraten bei der Bevölkerung aber immer in den Hintergrund“, schließt Möller ab.

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