Freitag, 17 März 2017 17:24

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt besucht Lauenburg

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt lässt sich den Arbeitsplatz in der Lauenburger Schleuse erklären. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt lässt sich den Arbeitsplatz in der Lauenburger Schleuse erklären. Foto: W. Reichenbächer

Die Stadt profitiert vom Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals

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Lauenburg (wre). Heute besuchte auf Einladung des Lauenburger Bundestagsabgeordneten Norbert Brackmann Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt die Elbstadt. Neben einem Besuch des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) stand auch eine Besichtigung der Schleuse an. Dobrindt gab mit seinem Besuch auch den „Startschuss“ zum Ausbau des WSA, dass in den kommenden Jahren deutlich mehr Personal erhalten wird.

„Als ich das Bürgermeisteramt in Lauenburg übernommen habe stand die Schließung des Amtes im Raum, nun wird es erweitert“, freut sich Lauenburgs Bürgermeister Andreas Thiede. Derzeit hat das Amt rund 90 Mitarbeiter, in den kommenden Jahren sollen 80 neue Stellen geschaffen werden. Um die Mitarbeiter alle unterbringen zu können, ist ein Anbau geplant. Dieser könnte in drei bis fünf Jahren fertig sein. „Wir könnten eigentlich gleich loslegen, wir brauchen dafür keine neue Baugenehmigung“, erklärt Thiede. Worte, die Dorbindt gerne hört. „Wir konnten in den vergangenen dreieinhalb Jahren in Schleswig-Holstein kein Geld vom Bund in den Straßenbau stecken, weil einfach keine Baureife vom Land geschaffen wird“, bemängelt der Verkehrsminister und ergänzt, man würde gern mehr Projekte in Schleswig-Holstein fördern, wenn das Land denn auch die nötigen Voraussetzungen dafür schaffen würde.

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Am Gebäude des Wasser- und Schifffahrtsamtes im Dornhorster Weg wurde ein Schild enthüllt, das auf die Projektgruppe zum Ausbaus des Elbe-Lübeck-Kanals hinweist. Foto: W. Reichenbächer

 

Ein Problem, das auch die Erneuerung der seit über 25 Jahren halbseitig gesperrten Brücke über den Elbe-Lübeck-Kanal bei Büchen betrifft. „Wir hatten vom Bund ja angeboten 50 Prozent der Baukosten zu übernehmen, damit dort Bewegung in die Sache gerät“, erklärt Norbert Brackmann. „Doch passiert ist inzwischen nichts. Da die Straße über die Brücke eine Landesstraße ist, muss das Land tätig werden. Mit den Planungen wurde aber noch nicht begonnen, auch wenn die „Lebensdauer“ der Brücke ohnehin in absehbarer Zeit beendet sein wird. Ob der Bund weiterhin die angekündigten 50 Prozent übernehmen wird, ist unklar. „Das müssen wir noch prüfen“, so Brackmann. Falls das Land weiterhin nicht tätig wird, drohen Zwangsmaßnahmen. Denn der Bund hat Interesse an einer Erneuerung, um die Brücke auf eine Durchfahrtshöhe von 5,25 Meter zu bringen. Notfalls würde der Bund planen und bauen, und dann Kiel eine Rechnung über den Anteil des Landes schicken, der auch deutlich über den 50 Prozent liegen könnte.

Für Bürgermeister Thiede läuft es aber gut. Die neuen Stellen, die ersten werden bereits in diesem Jahr geschaffen, sind hochwertige Arbeitsplätze. „Das sind vor allem Ingenieure, für die wir in Lauenburg auch ein attraktiver Wohnort sein wollen“, so Thiede. Wie lange es aber dauert bis der Kanal ausgebaut sein wird, darüber will niemand spekulieren. Unklar ist, ob weiterhin fünf Schleusen im nördlichen Bereich nötig sind. Auch wie der Ausbau bei Güster aussehen wird ist nicht absehbar. Brackmann mahnt aber in Richtung der Umweltverbände, man müsse auch Entscheidungen treffen, wie die Vertiefung des Kanals aussehen soll. Man könnte die Uferbereiche so lassen, müsste dann aber relativ steil die Vertiefung anbringen. Eine andere Möglichkeit wäre ein flacherer Auslauf des Ufers, der aber viel Platz kosten würde.

„Ich will aber weiterhin Druck machen, damit der Ausbau in absehbarer Zeit auch umgesetzt wird“, schließt Brackmmann ab.

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Unter "Aufsicht" von Norbert Brackmann trug sich Alexander Dobrindt in das Goldene Buch der Stadt Lauenburg ein. Foto: W. Reichenbächer

Letzte Änderung am Freitag, 17 März 2017 17:52

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