Montag, 12 März 2012 08:51

Der Beetle bekommt Nachwuchs

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Nachdem Volkswagen Ende 2011 den Beetle mit dem kräftigen und effizienten 2.0 TSI auf den Markt gebracht hat, folgen im Frühjahr weitere Motorisierungen. Hierbei steht das bewährte Downsizing der Antriebe bis maximal 1,6-Liter Hubraum im Vordergrund. Foto: UnitedPictures/Auto-Reporter.NET


(Auto-Reporter.NET/Peter Hartmann). Nachdem Volkswagen Ende des vergangenen Jahres den Beetle mit dem kräftigen und effizienten 2.0 TSI mit 200 PS (147 kW) auf den Markt gebracht hat, folgen im Frühjahr weitere Motorisierungen für den Kult-VW. Hierbei steht das bewährte Downsizing der Antriebe im Vordergrund. Durch die Reduzierung des Hubraums auf maximal 1,6-Liter werden geringere Reibungsverluste erreicht, die einen besseren Wirkungsgrad bei gleichzeitig niedrigerem Verbrauch ermöglichen. Neu im Motoren-Programm sind der 1.6 TDI mit 105 PS (77 kW) und der Benziner 1.4 TSI mit 160 PS (118 kW). 

Auch beim Beetle setzt Europas erfolgreichste Automobilmarke auf sparsame und agile Motoren mit kleinem Hubraum, Direkteinspritzung und Aufladung – sie stehen für modernes und effizientes  Downsizing. Dank dieser richtungsweisenden Technik kommt der Beetle 1.6 TDI mit 4,5 Liter auf 100 km aus (119 g/km CO2); so schafft er mit einem vollen Tank (55 Liter) eine theoretische Reichweite von 1.222 km. In der Praxis kann das beispielsweise bedeuten, dass der Beetle 1.6 TDI auf dem Weg von Lissabon nach Frankfurt – quer durch Portugal, Spanien, Frankreich und Deutschland – nur einmal betankt werden müsste. Der traditionsreiche Käfer-Slogan „Er läuft und läuft und läuft...“ bekommt damit eine völlig neue Bedeutung.

Ein interessanter Einstieg in die Motorenwelt des Beetle markiert der 1.2 TSI (105 PS/ 77 kW) mit aufgeladener Benzin-Direkteinspritzung. Wer den Beetle vornehmlich auf kürzeren Strecken oder häufig im Stadtverkehr einsetzt, der kommt mit dem kleinen Turbomotor auf seine Kosten. Er hängt gut am Gas, ist agil und dennoch sparsam. Mit 5,9 Liter auf 100 km (137 g/km CO2) ist der 1.2 TSI ein sehr effizienter Vierzylinder-Benziner – und wer möchte ist auf der Autobahn auch 180 km/h schnell. Das manuelle Sechsgang-Schaltgetriebe des Beetle 1.2 TSI arbeitet gut mit dem Triebwerk zusammen. Zu einem späteren Zeitpunkt wird Volkswagen auch für den kleinen Benziner das hervorragende Doppelkupplungsgetriebe (DSG) anbieten, das es derzeit nur in Verbindung mit dem großen 2.0 TSI (200 PS/147 kW) gibt. 

Der Beetle 1.2 TSI steht bereits mit 16.950 Euro in der Preisliste; in der Ausstattung „Design“ kostet er 975 Euro mehr. Hierfür gibt es, gegenüber dem bereits ordentlich ausgestatteten Basismodell, 16 Zoll Leichtmetallfelgen, Komfortsitze und Nebelscheinwerfer mit Kurvenfahrlicht. Der mit 105 PS (77 kW) gleich starke Beetle 1.6 TDI ist 19.375 Euro teuer und nur für Vielfahrer empfehlenswert, die dann ganz besonders seinen Verbrauchsvorteil spüren. Er ist mit einem manuellen Fünfganggetriebe ausgerüstet, den sechsten Gang vermisst man aber nicht.

Wer dagegen an Plus an Kraftentfaltung wünscht, der kann jetzt zum Beetle 1.4 TSI (19.875 Euro) greifen. Er ist 450 Euro teurer als der kleinen Diesel, bietet aber kraftvolle 160 PS (118 kW). Dennoch hält sich sein Durst von 6,6 Liter auf 100 km in Grenzen. Auch der 1.4 TSI Benziner kann noch im Laufe des Jahres mit DSG ausgeliefert werden. Dieser aufgeladene Vierzylinder, der auch im Golf seine Leistung gut umsetzt, wird in seiner Arbeitsweise von einem Kompressor und Turbolader unterstützt. Der mittels Riemen mechanisch angetriebene Kompressor steigert das Drehmoment des TSI (240 Nm ab 1.500 Umdrehungen/Min.) bei niedriger Drehzahlen. Bei erhöhter Drehzahl setzt sich zusätzlich der Turbolader in Szene – dabei sind Kompressor und Turbolader in Reihe geschaltet. Als Sport kostet der Beetle 1.4 TSI 22.825 Euro.

Letzte Änderung am Montag, 19 März 2012 13:39