Dienstag, 04 September 2012 17:24

Pariser Autosalon 2012: Tummelplatz für Newcomer

Vor allem die deutschen Hersteller präsentieren ein Füllhorn an Neuigkeiten

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Soll ebenfalls in Paris durchstarten: der Opel Adam. Foto: dmd/Opel


(dmd). Erwartungsvoll schauen die Autofans weltweit schon jetzt in Richtung Paris. Dort öffnet vom 29. September bis 14. Oktober 2012 der Autosalon seine Tore und präsentiert dieses Jahr ein Feuerwerk an Neuvorstellungen, wie es bisher noch nie da war. Allen voran: die deutschen Hersteller.


Lang, lang ist die Liste der Newcomer beim Pariser Autosalon 2012. Doch der Star auf der wichtigsten europäischen Automesse des Jahres ist der VW Golf – zumindest wenn es nach Absatzpotenzial geht. Europas Bestseller geht in die siebte Runde und will seine Spitzenposition mit vollkommen neuer Technik, geringerem Gewicht, nochmals aufgewertetem Innenraum, moderner Bordelektronik und neuen Spritspartechniken halten. Äußerlich ist hingegen Kontinuität angesagt – beim Design bleibt Nummer sieben trotz eines leichten Längenzuwachses dem bekannten Stil treu. Zeitgleich mit dem als Drei- und Fünftürer gezeigten Klassenprimus feiern mit dem Seat Leon und dem Audi A3 Sportback zwei Ableger Premiere.

Hoffnungen auf einen vorderen Platz in den Kompaktklasse-Charts macht sich auch der Toyota Auris. Der zuletzt als Golf-Herausforderer wenig erfolgreiche Corolla-Nachfahre setzt auf Evolution, wird flacher, leichter und sportlicher – und hält am Hybridantrieb fest.

Auch in den anderen Fahrzeugklassen gibt es hoffnungsvolle Newcomer. Opel etwa will mit dem kleinen Lifestyle-Flitzer Adam dem Fiat 500 und dem Mini Konkurrenz machen und junge Kunden erobern. Renault stellt die neue Generation des Kleinwagens Clio vor, die mit dynamischem Design und modernster Bordelektronik inklusive Online-Zugang punkten will. Beim Wettbewerber Citroen erweitert die Cabrioversion des Kleinwagens DS3 mit einem innovativen Dachkonzept die designorientierte DS-Familie. Eine halbe Klasse höher wollen die Schwestermodelle Seat Toledo und Skoda Rapid das Segment der kompakten Stufenhecklimousine wiederbeleben. Solide Technik und zeitgemäßes Design zum guten Preis heißt die Devise.

Besonders aggressiv verspricht der Wettbewerb in der Mittelklasse zu werden, schicken doch Ford und Mazda zeitgleich ihre besonders dynamischen Modelle ins Rennen. Ford setzt mit dem fast schon böse gestylten Mondeo eine optische Duftmarke, legt beim Antrieb aber Wert auf Sparsamkeit – erstmals soll es auch einen Hybridantrieb geben. Aus Japan kommt der neue Mazda6 nach Paris; die Limousine basiert auf der aufsehenerregenden Studie Takeri und zeigt einen ungewohnt sportlichen Stil.

Ebenfalls für mehr optischen Pfiff in der Business-Klasse will Mercedes sorgen. Die Stuttgarter übertragen das erfolgreiche Designkonzept der Limousine CLS auf einen Kombi; der neue Shooting Brake soll dessen Raumangebot mit der Schönheit eines Coupés vereinen. BMW erweitert die Mittelklassebaureihe um das Crossover-Modell 3er GT. Der Mix aus Elementen von Coupé, SUV und Kombi soll dabei weniger polarisieren als es der bullig auftretende 5er GT eine Klasse höher getan hat.

Bei den Sportwagen zählt der Jaguar F-Type zu den Höhepunkten. Der designierte Nachfolger des legendären E-Type kommt zunächst als Roadster mit schnittigem Design, kompakten Abmessungen und bärenstarken Kompressormotoren auf den Markt. Konkurrent Porsche tritt nach der kompletten Erneuerung seiner Sportwagenfamilie zunächst kürzer, zeigt mit dem Allrad-Carrera aber ein weiteres von zahllosen Derivaten des 911.

Zahlreiche Neuheiten wollen zudem den Boom-Markt der SUV aufmischen. Allen voran fährt die neue Generation des luxuriösen Range Rover, erstmals mit Aluminium-Karosserie und dadurch 420 Kilogramm leichter als bisher. Erschwinglicher als der weiterhin klassisch gestaltete Fünf-Meter-Brite sind die neuen Mini-SUV. Peugeot zeigt den 2008, eine höhergelegten Ableger des Kleinwagens 208, der künftig an Stelle des Kombis höhere Transportaufgaben ausfüllen soll. Der Franzose trifft in Paris direkt auf zwei wichtige Konkurrenten: den coupéhaften Mini Paceman und den Chevrolet Trax, einen Aufguss des Opel Mokka. Noch im Vorserienstatus ist ein kleines SUV von Suzuki, das als Studie S-Cross Premiere feiert und künftig den SX4 ersetzen soll. In der weiterhin besonders gefragten Kompaktklasse debütiert der Honda CR-V in der endgültigen Serienversion für den europäischen Markt. Optisch unverändert hat der Japaner technisch aufgerüstet und ist erstmals auch mit Frontantrieb zu haben.

Bis zum Messestart Ende September werden sicher noch einige Neuheiten dazukommen. Bei der letzten Ausstellung vor zwei Jahren gehörten unter anderem VW Passat, BMW X3, Mercedes SLS AMG und Peugeot 508 zu den Highlights. Damals lockten die Hersteller weit über eine Million Besucher in die Hallen.

Letzte Änderung am Mittwoch, 12 September 2012 09:28