Dienstag, 13 März 2012 09:23

Das größte Risiko ist der Mensch

Moderne Assistenzsysteme helfen Unfälle vermeiden

djd Volkswagen kw 11-12

Moderne Assistenzsysteme können einen wichtigen Beitrag bei der Vermeidung von Unfällen leisten. Foto: djd/Volkswagen


(djd/pt). In der modernen Fahrzeugtechnik haben sich das Antiblockiersystem (ABS) und das noch weiter gehende elektronische Stabilisierungsprogramm (ESP) längst durchgesetzt, ihre Leistungsfähigkeit stellen sie seit Jahren eindrucksvoll unter Beweis. "Das ABS hat - neben der Einführung des Dreipunkt-Sicherheitsgurts - einen der gravierendsten Fortschritte in der Verkehrssicherheit gebracht", sagt Prof. Dr.-Ing. Jürgen Leohold, Leiter der Konzernforschung der Volkswagen AG. Weiterentwicklungen im ESP bieten, so Leohold, noch einmal ein deutliches Plus an Sicherheit und können viele schwere oder gar tödliche Unfälle verhindern. "Das belegen Studien namhafter Hersteller und Sicherheitsbehörden", betont der Experte aus Wolfsburg.


Elektronische Helfer "entmündigen" den Fahrer nicht
Noch mehr Sicherheit sollen moderne Assistenzsysteme wie Notbrems-, Spurwechsel- und Spurhaltesysteme bieten. Denn für viele Unfälle sind zaghaftes und zu spätes Bremsen verantwortlich, Autofahrer sind in Extremsituationen oft überfordert. Auffahrwarn- und Notbremssystem können daher einen wichtigen Beitrag bei der Vermeidung von Unfällen oder der Reduzierung der Unfallschwere leisten. Die Sorge, dass die neuen elektronischen Helfer zu einer Entmündigung der Fahrer führen, ist nach Ansicht von Jürgen Leohold zwar verständlich, aber unbegründet: "Das Gefährdungspotenzial im Auto geht definitiv nicht von Assistenzsystemen aus, ganz im Gegenteil. Aus der Unfallforschung wissen wir, dass in über 95 Prozent aller Fälle die Ursache beim Menschen liegt - er kann übermüdet oder durch viele Faktoren abgelenkt sein." Genau hier würden die Hersteller mit innovativen Assistenzsystemen ansetzen, um das Unfallrisiko zu minimieren.

Nachlässe in der Kfz-Versicherung
Einige Kfz-Versicherer gewähren mittlerweile bei Fahrzeugen mit Sicherheitsassistenzsystemen Nachlässe bei der Versicherungsprämie. In diesem Jahr können Käufer etwa bei der Wahl eines oder mehrerer Fahrerassistenzsysteme bis zu zehn Prozent in der Kfz-Versicherung sparen, falls diese über den Volkswagen Versicherungsdienst abgeschlossen wird.

Sicherheit fängt beim Reifen an
Auch die besten Assistenzsysteme helfen ohne angemessene Bereifung nur begrenzt. Das gilt für das Aufziehen von Winterreifen im Herbst - der rechtzeitige Wechsel auf Sommerreifen im Frühjahr ist aber ebenso wichtig. Laut ADAC verlängert sich bei steigenden Temperaturen der Bremsweg eines Winterpneus auf trockener Fahrbahn bei Tempo 100 um bis zu 16 m gegenüber dem des Sommerreifens. Volkswagen bietet seinen Leasing-Kunden daher ein "Reifen-Clever-Paket" an, bei dem der saisonal bedingte Reifenwechsel und der kostengünstige Austausch abgefahrener Pneus inklusive ist.

Letzte Änderung am Dienstag, 20 März 2012 15:53