Dienstag, 18 September 2012 14:45

Ratgeber Unfallstelle: Erst sichern, dann schnell handeln

Die wichtigsten Tipps für Ersthelfer und Unfallbeteiligte

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Bei Unfällen ist schnelles und richtiges Handeln angesagt. Foto: dmd/ADAC


(dmd). Es kann jederzeit und überall geschehen: Man fährt als einer der ersten an eine Unfallstelle und muss helfen. Oder aber man ist selbst in einen Unfall verwickelt. Beides schwierige Situationen, in denen schnell gehandelt werden muss. Was in welcher Reihenfolge und wie zu tun ist? Hier kommen die wichtigsten Tipps des ADAC.


Als erstes gilt für Beteiligte und Ersthelfer: Der nachfolgende Verkehr muss durch das Einschalten des Warnblinkers auf die Notsituation aufmerksam gemacht werden. Am besten parkt das Auto des Ersthelfers mit ausreichendem Sicherheitsabstand zur Unfallstelle am Straßenrand. Bei Dunkelheit sollten die Scheinwerfer eingeschaltet bleiben. Wichtig ist auch bei Stau eine Rettungsgasse frei zu halten. Sitzen mehrere Personen im Fahrzeug, können Aufgaben geteilt werden.

Während einer sich die Warnweste anzieht und in ausreichendem Abstand (bis 100 Meter) ein Warndreieck oder eine -leuchte aufstellt, kann ein zweiter schon den Notruf unter 112 absetzen. Wo hat sich der Unfall ereignet? Was ist genau passiert? Wie viele Personen sind beteiligt und welche Verletzungen gibt es? Danach sollte noch auf Rückfragen der Notrufzentrale gewartet werden.

In unübersichtlichen Gegenden muss das Warndreieck vor Kurven und Kuppen aufgestellt werden. Nachfolgende Fahrzeuge sollen dabei durch Handzeichen zum Langsamfahren aufgefordert werden. Bei schweren Unfällen ist es ratsam, weitere Verkehrsteilnehmer um Mithilfe zu bitten. Erst nach der Absicherung sollten Sofortmaßnahmen für die verletzten Personen ergriffen werden. Dazu zählt das Überprüfen der lebenswichtigen Funktionen des Unfallopfers wie die normale Atmung bei Bewusstsein. Danach wird der Betroffene in die stabile Seitenlage gebracht. Bei unregelmäßiger Atmung oder Herzstillstand muss mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung begonnen werden. Starke Blutungen werden mit einem Druckverband gestillt.

Wer nicht geschult ist und sich keine Sofortmaßnahmen am Unfallort zutraut, sollte die Unfallopfer dennoch nicht alleine lassen bis die Rettungskräfte eintreffen. Wer dagegen nur gafft, Einsatzkräfte behindert und nicht hilft riskiert ein Bußgeld zwischen 40 und 5.000 Euro.

Letzte Änderung am Mittwoch, 26 September 2012 13:48