Dienstag, 25 März 2014 09:28

Wer fährt besser Auto?

Oberursel (ots). Egal ob Geschlecht oder Alter - Vorurteile unter Autofahrern gibt es viele. Sind etwa Männer bessere Autofahrer als Frauen? Stimmt nicht, sagen sechs von zehn Autofahrern in Deutschland. Wenn es ums Alter geht, sehen neun von zehn Fahrern die Altersklassen zwischen 26 und 65 als die besten Fahrer an, wie eine aktuelle Umfrage des Kfz-Direktversicherers DA Direkt ergeben hat.
Die Mehrheit der Pkw-Fahrer ist der Meinung, dass Frauen und Männer gleich gut Auto fahren. Auch die Fahrkünste des eigenen Geschlechts werden von den meisten nicht überbewertet, denn nur jeweils 30 Prozent der Befragten halten das eigene Geschlecht für die besseren Autofahrer. Generell mangelt es den Deutschen nicht an Selbstbewusstsein, wenn es um das Können hinterm Steuer geht, denn neun von zehn Befragten meinen, dass sie selbst ein guter Autofahrer seien.

"Seit Dezember 2012 gibt es in der Autoversicherung keine Tarife mehr, die zwischen Männern und Frauen unterscheiden. Daher freut es uns, nun zu sehen, dass die Mehrheit der Männer und Frauen gleichermaßen der Ansicht ist, dass beide Geschlechter gleich gute Autofahrer seien", so Norbert Wulff, Vorstand des Kfz-Direktversicherers DA Direkt. "Dadurch steigt die Akzeptanz dieser Tarife und hoffentlich generell auch das Verständnis für die Fahrweise anderer Autofahrer."

Junge und Alte werden besonders beäugt

In der Geschlechterfrage sind die Vorurteile nicht so ausgeprägt wie in der Frage des Alters: Für knapp die Hälfte der Deutschen sind junge Verkehrsteilnehmer zwischen 18 und 25 Jahren die schlechtesten Fahrer. 41 Prozent dagegen denken, dass ältere Autofahrer mit mehr als 76 Jahren die schlechtesten Autofahrer hierzulande sind.

Was gute und schlechte Fahrer ausmacht

Doch was macht einen guten, beziehungsweise einen schlechten Autofahrer aus und welche Kriterien spielen für das Urteil eine Rolle? Laut Angaben der Befragten verfügen gute Autofahrer über ausreichend Praxiserfahrung (72 Prozent), fahren souverän, umsichtig und vorausschauend (61 Prozent), sind reaktionsstark (43 Prozent) und verursachen weniger Unfälle (39 Prozent).

Schlechte Autofahrer hingegen, so die Aussage der Studienteilnehmer, verursachen häufiger Unfälle (56 Prozent), fahren häufig zu schnell (42 Prozent) oder zu langsam (38 Prozent), blinken nicht oder erst beim Spurwechsel (35 Prozent), halten zu wenig Abstand (33 Prozent) und nehmen öfter die Vorfahrt (30 Prozent). Interessant ist, dass die Befragten über 55 Jahren vor allem das zu schnelle Fahren und den zu geringen Abstand monierten. Dies sind Fahreigenschaften, die generell eher jüngeren Autofahrern zugesprochen werden.

"Bevor Autofahrer zu sehr über andere Fahrer urteilen, sollten sie sich zunächst auf ihre eigene Fahrweise konzentrieren", rät Norbert Wulff. "Denn oft ist die Situation die Aufregung nicht wert und lenkt die Fahrzeuglenker nur unnötig vom Verkehrsgeschehen ab. Aus Erfahrung können wir als Versicherer sagen: den perfekten und fehlerfreien Autofahrer gibt es ohnehin nur relativ selten."

Letzte Änderung am Dienstag, 25 März 2014 09:35