Dienstag, 30 Oktober 2012 11:44

Verhalten am Unfallort – die wichtigsten Regeln

So reagiert man richtig in der brenzligen Situation

djd dmd DRK kw 44-12

Wird man in einen Unfall verwickelt, sollte man vor allem Ruhe bewahren. Foto: dmd/DRK


(dmd). Es kann jederzeit passieren – ist es soweit, muss man so schnell und kompetent wie möglich reagieren: Wer in einen Unfall verwickelt wird, darf keine Fehler machen und muss vor allem die Ruhe bewahren. Die wichtigsten Regeln des ADACs für diese Situation.


Auch bei Bagatellschäden dürfen Beteiligte den Unfallort nicht verlassen, ansonsten handelt es sich um Unfallflucht. Die Unfallstelle muss so schnell wie möglich abgesichert werden, um Folgeunfälle zu vermeiden. Das heißt, sofort das Warnblicklicht einschalten und in ausreichender Entfernung vom Unfallort (auf Landstraßen etwa 100 Meter, auf der Autobahn rund 200 Meter) das Warndreieck aufstellen. An unübersichtlichen Stellen muss das Warndreieck vor Kurven und Kuppen aufgestellt werden. Dabei nicht vergessen, die Warnweste anzuziehen.

Handelt es sich um einen schweren Unfall, muss Erste Hilfe geleistet werden, bis die Rettungskräfte eintreffen. Diese werden über die allgemeine Notrufnummer 112 herbeigerufen. Danach sollte unter der Telefonnummer 110 die Polizei informiert werden. Wer keine Erste Hilfe leistet, macht sich unter Umständen strafbar.

Nach einem Notruf nicht im Fahrzeug bleiben, sondern zum Schutz hinter der Leitplanke auf Hilfe warten. Am besten zieht man vorher die Signalwesten über. Handelt es sich lediglich um einen kleineren Blechschaden, sollte der Unfallort zügig geräumt werden, um den Verkehrsfluss nicht zu behindern.

Anschließend wird der Schaden aufgenommen. Dazu zählt das Notieren der amtlichen Kennzeichen, Name und Anschrift der beteiligten Fahrer und Fahrzeughalter, Unfallzeugen, Unfallort, Tag und Uhrzeit, Unfallskizze und die Versicherung des Unfallgegners. Auch Fotos vom Unfallort helfen später bei der Regulierung ebenso wie Zeugenaussagen. Von Unfallbeobachtern sollte man deshalb Name, Anschrift und Telefonnummer notieren.

Zudem rät der ADAC, am Unfallort keine mündlichen oder schriftlichen Erklärungen abzugeben, die als Schuldanerkenntnis gewertet werden können. Dies kann eine Verletzung des Kfz-Haftpflichtversicherungsvertrages darstellen und zu erheblichen Nachteilen beim Versicherungsschutz führen. Die Schadenmeldung an die Versicherung sollte umgehend erfolgen, spätestens jedoch innerhalb einer Woche.

Letzte Änderung am Dienstag, 06 November 2012 12:32
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