Mittwoch, 03 Februar 2016 15:24

Mit Reifendruck-Kontroll-Systemen gegen den schleichenden Luftverlust im Pneu

(LOZ). Seit 1. November 2014 sind sie Pflicht, die Reifen, die mit dem Reifendruck-Kontroll-Systeme (RDKS) ausgestattet sind. Unter RDKS versteht man ein integriertes Überwachungssystem, welches dem Fahrer erlaubt, den Reifendruck auf allen vier Pneus im Auge zu behalten. Kommt es während der Standzeit des Wagens oder während der Fahrt zu einem Druckverlust im Reifen, was die Sicherheit beim Fahren gefährdet, erhält der Fahrer eine Meldung vom System und kann entgegen steuern - zum Beispiel durch das Befüllen der betroffenen Reifen mit Luft oder einer Fahrt in die Werkstatt, um die Reifendichtigkeit checken zu lassen.



RDKS soll die Fahrsicherheit erhöhen und das Unfallrisiko minimieren

Das Ziel bei nahezu allen Innovationen rund um den Pkw ist das erhöhte Sicherheitspotenzial beim Fahren, geringeres Unfallrisiko und natürlich auch der Aspekt des Spritsparens. Somit hängt die Effizienz des Kraftstoffverbrauchs nicht nur von der Wahl des PKW, sondern auch von der Wahl der richtigen Reifen ab, wie man sie bei Händlern wie Tirendo findet. Doch wie wird die Fahrsicherheit durch das Verbauen vom Reifendruck-Kontroll-System positiv beeinflusst? Ein Pkw, der mit zu geringem Reifendruck auf der Straße gefahren wird, verbraucht nicht nur weit mehr Sprit, sondern der zu geringe Reifendruck sorgt auch dafür, dass sich beispielsweise der Bremsweg nicht unerheblich verlängert. Das greift für die trockene Fahrbahn, aber auch ganz extrem für die feuchte, nasse oder gar verschneite Fahrbahn. Darüber hinaus geht ein Reifendruck, der unter das erforderliche Minimum absinkt, ganz klar zulasten der Kurvenfahreigenschaften der Fahrzeuge. Und gerade bei Kurvenfahrten ist Spurstabilität nicht nur wünschenswert, sondern ein erklärtes Muss zur Sicherheit. Fehlt es den Reifen an Luft, kann dies ebenso auf längeren Strecken durch den Rollwiderstand beim Fahren dazu führen, dass sich die Reifen überproportional stark erhitzen und dann möglicherweise Schaden nehmen. Dies ist gerade bei zügigen Autobahnfahrten ein enormes Risikopotenzial für Unfälle. Der korrekte Reifendruck ist ein Aspekt, welcher nicht unterschätzt werden sollte!

Längere Standzeiten und geringerer Benzinverbrauch bei Reifen mit RDKS

Für jeden Reifen und jedes Fahrzeug gibt es einen Wert beim Reifendruck, der vom Reifenhersteller sowie dem Fahrzeughersteller spezifiziert wurde. Hierdurch sollen Unfallrisiken reduziert und der Spritverbrauch in der Optimal-Range gehalten werden. Doch nicht nur das, denn der Reifenverschleiß bei Reifen, die nicht mit optimaler Luft-Befüllung gefahren werden, liegt weit höher als bei Pneus, bei denen der Reifendruck optimal stimmt. Zum Verschleiß und zum erhöhten Spritverbrauch kommt hinzu, dass auch der Ausstoß von gefährlichem CO2 steigt, wenn die Reifen mit falschem Druck gefahren werden.

Nun ließe sich natürlich damit argumentieren, man kontrolliert regelmäßig den Luftdruck und von daher wäre das RDKS für einen selbst verzichtbar. Dabei ist der Reifendruck so wichtig, dass eine konsequente Kontrolle auch beim Fahrbetrieb notwendig ist. Schon ein Minderdruck von 0.5 bar sorgt zum Beispiel dafür, dass man bis zu knapp einem halben Liter mehr an Benzin pro 100 Kilometer verbraucht. Und liegt der Druck bei circa 20 Prozent unter dem Norm Maß, reduziert sich die Standzeit des Reifens um bis zu 30 Prozent - ein Drittel weniger an Haltbarkeit. Da steuert das RDKS gegen und meldet sich sofort, verliert der Pneu zwischen dem turnusmäßigen Check an Luft.

Was kostet der Sicherheitsaspekt durch RDKS?

Das Reifendruck-Kontroll-System lässt sich in einer Preisrange zwischen 15 und 25 Euro verorten, was die Montage der Reifen mit Sensoren an Zusatzkosten generiert. Die Technik selbst lässt sich mit einem Preis 30 und 130 Euro je Stück berechnen. Das sind natürlich die Preise für die zum Fahrzeug passenden Originalteile. Drittanbieter-Sensoren, die sich frei programmieren lassen - sofern sie fürs eigene Fahrzeug passen, was der Fachhandel aber durch eine Messung eruieren kann - liegen vom Preis her rund 50 Euro unter dem Preis für Originalteile. So oder so ist die Investition durch den reduzierten Benzinverbrauch, die höheren Standzeiten beim Reifen und natürlich das Mehr an Sicherheit und Fahrkomfort mehr als gerechtfertigt.

Letzte Änderung am Donnerstag, 04 Februar 2016 11:14