Montag, 26 November 2012 10:00

GTÜ-Oldtimertipps für den erholsamen „Winterschlaf“

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Bevor die wertvollen Oldies in den Winterschlaf gehen, ist einiges zu beachten. Foto: GTÜ/Auto-Reporter.NET

 

Oldtimerbesitzer sind derzeit wieder dabei, ihr „Schätzchen“ winterfest zu machen. Bei der Einlagerung und Konservierung gibt es ein paar grundlegende Dinge zu beachten, um ärgerliche und vor allem kostspielige Standschäden zu vermeiden. Die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung gibt praktische Tipps, wie die Klassiker gut über die kalte Jahreszeit kommen.

Empfohlen wird ein Abstellplatz, der eine möglichst konstante Raumtemperatur aufweist und gut belüftet ist, um das Entstehen von Kondenswasser zu verhindern. Wird eine Schutzhülle verwendet, dann sollte einer atmungsaktiven Stoffgarage der Vorzug gegeben werden. Gegen Feuchtigkeit helfen beispielsweise sogenannte Entfeuchter-Granulate. Sie entziehen der Raumluft Feuchtigkeit, bis eine gesunde Luftfeuchtigkeit von 50 bis 60 Prozent erreicht wird. GTÜ-Tipp: Dabei darauf achten, dass die Luft nicht zu trocken wird, da sonst Gummis, Leder und Hölzer leiden.

Winter-Checkliste:
- Den Motor auf Betriebstemperatur bringen, Kühlerfrostschutz prüfen und eventuell auffüllen. Bei Aluminiummotoren Kühlflüssigkeit ablassen, da Aluminium von Frostschutzmittel angegriffen wird.
- Die Scheibenwaschanlage mit Frostschutzmittel frostsicher machen.
- Das Auto von oben und unten waschen sowie den Lack konservieren.
- Volltanken und einen Ölwechsel vornehmen. Bei Vergaserfahrzeugen den Vergaser entleeren.
- Den Motor durch Ansaug- oder Kerzenbohrungen konservieren.
- Die Ansaug- und Auspufföffnungen mit einem ölgetränkten Lappen verschließen.
- Die Batterie ausbauen, in einem trockenen, frostfreien Raum lagern und regelmäßig entladen und laden. Hilfreich sind hierbei sogenannte Akku-Puls-Lader.
- Den Reifenluftdruck um je ein Bar rundum erhöhen.
- Den Wagen kippsicher aufbocken, sodass die Räder entlastet sind, aber noch Kontakt zum Boden haben und die Federn und Stoßdämpfer etwas belastet bleiben.
- Die Lederausstattungen mit Spezialfett dünn einreiben.
- Wenn möglich die Fenster einen Spalt offen lassen und auf gute Luftzirkulation in der Garage achten.
- Die Cabrio-Verdecke trocknen lassen, imprägnieren und einen Spalt öffnen.
- Die Scheibenwischerblätter abklappen und die Gummis mit Talkum einreiben.
- Chromteile mit Paraffin oder Schutzwachs einstreichen.
- Die gesamte Karosserie nach Roststellen absuchen und wenn nötig behandeln. Idealerweise die Hohlräume und Falze versiegeln.
- Die Gummiabdichtungen mit Pflegemittel behandeln.
- Die Handbremse lösen. Den Motor später unbedingt im Leerlauf mit angezogener Handbremse starten, da sich die Kupplung festsetzen kann.
- Das Fahrzeug mit staubdichtem Stoff, am besten Baumwolle, abdecken.
- Eventuell eine Ruheversicherung abschließen bzw. Versicherungsvertrag hinsichtlich Ruhephasen oder Saisonzeiträume überprüfen.

(Auto-Reporter.NET/br)

Letzte Änderung am Montag, 03 Dezember 2012 17:12