Samstag, 15 Dezember 2012 11:21

Deutlich weniger Verkehrstote in diesem Jahr

hfr verkehrsunfall kw 50-12

Zwar wurde die Polizei 2012 öfter zur Unfallaufnahme gerufen, doch zugenommen haben lediglich die Sachschäden. Foto: ACE


(Auto-Reporter.NET/sr). Nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wird die Zahl der Verkehrstoten im Jahr 2012 voraussichtlich um mehr als sieben Prozent auf etwa 3.700 sinken. Die bisher niedrigste Zahl an Todesopfern des Jahres 2010 (3.648) dürfte nach derzeitigem Stand allerdings nicht unterschritten werden. Bei den Verletzten ist 2012 eine Abnahme um etwa ein Prozent auf rund 389.000 zu erwarten.

Die Gesamtzahl der polizeilich erfassten Unfälle wird bis zum Jahresende voraussichtlich um circa zwei Prozent auf rund 2,4 Millionen steigen. Während die Zahl der Unfälle mit Personenschaden um rund ein Prozent auf 304.000 abnehmen dürfte, werden die Unfälle mit ausschließlich Sachschaden schätzungsweise um etwa zwei Prozent auf 2,1 Millionen zunehmen.

Wesentlichen Anteil an der Bilanz hat auch die insgesamt ungünstigere Witterung des Jahres. So ereignen sich bei schlechtem Wetter zwar mehr Unfälle, doch bleibt es häufiger lediglich bei Sachschäden. Auch weniger ungeschützte Verkehrsteilnehmer wie Zweiradfahrer und Fußgänger sind unterwegs. Die bisher vorliegenden Ergebnisse der Monate Januar bis September 2012 zeigen entsprechend eine deutliche Abnahme der tödlich Verletzten auf Motorrädern gegenüber dem Vorjahr (-16,9 % auf 528 Personen). Auch kamen in diesem Zeitraum 8,5 Prozent weniger Fußgänger im Straßenverkehr ums Leben.

Weniger Getötete auf Autobahnen
Weiterhin zeichnet sich bei der Entwicklung der Verkehrsopferzahlen für das Jahr 2012 ab, dass die Zahl der Getöteten auf Autobahnen in diesem Jahr deutlich zurückgehen wird. In den ersten drei Quartalen kamen auf Autobahnen 12,3 Prozent weniger Menschen ums Leben als von Januar bis September 2011. Aber auch auf Landstraßen außerorts ging die Zahl der Todesopfer um 8,5 Prozent zurück.

Aufgrund des bisherigen Verlaufs ist zu erwarten, dass bei den Altersgruppen unter 55 Jahren weniger Menschen im Straßenverkehr zu Tode kommen als im Jahr 2011. Den stärksten Rückgang gab es von Januar bis September 2012 bei den Kindern unter 15 Jahren mit minus 21,5 Prozent. Dagegen ist bei den Senioren ab 65 Jahren in diesem Jahr erneut mit einer Zunahme bei der Zahl der tödlich Verletzten zu rechnen (+1,3 % in den ersten drei Quartalen).

Letzte Änderung am Samstag, 22 Dezember 2012 11:57