Freitag, 15 März 2013 14:04

Vorstellung Opel Cascada

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Foto: Opel/Auto-Reporter.NET

 

Die Opel-Produkt-Offensive geht weiter. Nach dem kompakten SUV Mokka und dem trendigen Adam präsentiert der Rüsselsheimer Autobauer mit dem Cascada nach langer, langer Zeit wieder ein Mittelklasse-Cabrio. Der schnittige Open-Air-Viersitzer dürfte zwar keine voluminösen Verkaufszahlen bringen, doch erschließt sich Opel damit wieder einen neuen Kundenkreis und tut vor allem etwas für das Marken-Image.

Der 4,70 Meter lange Cascada sieht nicht nur offen, sondern auch mit geschlossenem Verdeck elegant aus. Über dem tief liegenden Kühlergrill erstreckt sich eine stark akzentuierte Motorhaube mit hervortretendem Power-Dome. Eine horizontal um den Passagierraum verlaufende Chromleiste betont die sanft hochgezogene Taille und markiert den Übergang zwischen Karosserie und Stoffverdeck. Da gab es schon weniger attraktive Blechkleider.

Stoffdach öffnet sich in 17 Sekunden
Das Stoffdach, in dem zwischen äußerer Dämmschicht und Innenraum-Verkleidung ein Polyester-Vlies zur Akustik- und Wärmedämmung verbaut wurde, öffnet und schließt sich per Knopfdruck durch einen elektrohydraulischen Mechanismus in 17 Sekunden bei einer Geschwindigkeit von bis zu 50 km/h. Die  Betätigung ist zudem auch im Stand via Fernbedienung per Fahrzeugschlüssel möglich.

Das Cockpit und die Bedienelemente sind weitgehend mit dem Insignia identisch – also übersichtlich und intuitiv zu handhaben. Die Sitze sind bequem, wobei der Beifahrer sich etwas mehr Seitenhalt wünschte und die wertigen, sauber verarbeiteten Materialien sorgen für Wohlfühl-Atmosphäre. Eine Sitzheizung ist für die Vordersitze immer erhältlich, die Ledersitze sind zusätzlich hitzereflektierend und bieten auf Wunsch eine Belüftungsfunktion.

Recht geräumiges Ladeabteil
Wie bei allen Cabrios gibt es Abstriche beim Ladevolumen. Doch bietet der Cascada mit 280 Litern bei geöffnetem und bis zu 380 Litern mit geschlossenem Verdeck einen der geräumigsten Kofferräume in diesem Segment. Zur Vergrößerung oder zum Transport besonders langer Gegenstände wie Skier gibt es das bekannte FlexFold-System, das die Rücksitzlehnen elektrisch fernentriegelt und im Verhältnis 50:50 umlegt. So lässt sich Gepäck bis zu einem Volumen von 750 Litern und Gegenstände bis zu 1,81 Meter Länge mitnehmen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche, geräumige Ablagefächer in der Tür, im und unter dem Instrumententräger und dank der elektrischen Parkbremse auch zwischen den Vordersitzen.

An Triebwerken stehen drei Benziner und zwei Selbstzünder zur Verfügung. Basisaggregat ist der 1,4-Liter Turbobenziner mit 88 kW/120 PS bzw. 103 kW/140 PS, die mit Overboost jeweils ein maximales Drehmoment von 220 Newtonmeter aufweisen, Highlight ist allerdings der neue 1.6 SIDI-Turbo mit Benzin-Direkteinspritzung, der im Cascada seine Opel-Premiere feiert. Er leistet 125 kW/170 PS und das maximale Drehmoment beträgt per Overboost 280 Newtonmeter. An Dieselmotoren steht zum Verkaufsstart der 2.0 CDTI mit 121 kW/165 PS zur Verfügung. In einigen Wochen folgt ein 143 kW/195 PS starker 2.0 BiTurbo CDTI.

Leistungsstarker neuer Benzinmotor
Bei ersten Testfahrten überzeugte der SIDI-Motor (0 – 100 km/h: 9,6 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit: 222 km/h) mit exzellenter Laufruhe und gleichzeitig üppiger Kraftentfaltung. Ideal sowohl zum bei Frischluft-Freaks so beliebten Cruisen, als auch bei recht flotter Fahrt über kurvenreiche Landstraßen. Dank einer steifen Karosserie, der ursprünglich für die Hochleistungsversion Insignia OPC entwickelten HiPer-Strut-Vorderachse und dem allerdings optionalen adaptiven mechatronischen FlexRide-Fahrwerkssystem absolvierte der Cascada auch anspruchsvolle, bergige Teilstrecken souverän. Allerdings erwies sich dabei der Normverbrauch von 6,3 Liter mehr als theoretisch. Knapp unter zehn Liter zeigte der Bordcomputer an.

Angeboten wird der Cascada in den zwei Ausstattungslinien Edition (ab 25.945 Euro) und Innovation (ab 29.545 Euro), wobei die Opel-Marketing-Strategen davon ausgehen, dass sich 70 Prozent der Käufer für die höherpreisige Variante entscheidet. Dafür erhält man nicht nur eine komplette Sicherheits-Ausstattung und jede Menge Komfort-Features, sondern eine ganze Menge Auto, das nicht nur mit offenem Verdeck, sondern ganzjährig und mit Familie zu nutzen ist. (auto-reporter.NET/Frank Braun).

Letzte Änderung am Freitag, 22 März 2013 14:38