Dienstag, 03 April 2012 08:50

Deutsche lehnen das Mitnehmen von Alkoholmessgeräten ab

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In Deutschland wird die Atemalkoholprobe im Verdachtsfall angeordnet. Foto: Polizei NRW/Auto-Reporter.NET


(Auto-Reporter.NET/sr). Ab 1. Juli dieses Jahres müssen Autofahrer in Frankreich ein Alkoholmessgerät mitführen. Ein Großteil der Deutschen (67 %) hält diese Maßnahme in ihrem eigenen Land nicht für sinnvoll. Das ergab eine aktuelle Umfrage, die unter 2.201 Lesern des AutoScout24-Magazins durchgeführt wurde.

Alkoholtest-Industrie als Profiteure
24 Prozent der Befragten vermuteten die Interessen der Hersteller von entsprechenden Alkoholmessgeräten hinter der neuen Vorschrift. Fast ebenso viele (23 %) befürchten, dass die Messgeräte zu einem kalkulierten Alkoholpegel führen. Denn Autofahrer würden diese einsetzen, um sich an die 0,5 Promille-Grenze „heranzutrinken“. Jeder Fünfte (20 %) ist der Meinung, dass Autofahrer schon genug Vorschriften beachten müssen, und lehnen die Maßnahme aus diesem Grund für Deutschland ab.

Knapp ein Drittel für Alkoholmessgeräte
Auch wenn die neue Vorschrift aus Frankreich hierzulande wenige Befürworter findet, so zeigt die hohe Zahl der Umfrageteilnehmer doch, dass Alkohol am Steuer ein aktuelles Thema bleibt. Dementsprechend betrachten 13 Prozent der Befragten das Mitführen von Alkoholtests auf deutschen Straßen als sinnvoll, um das Bewusstsein der Fahrer für das Thema zu schärfen. Zwölf Prozent sind der Meinung, dass dadurch weniger betrunkene Autofahrer unterwegs wären. Immerhin acht Prozent der Befragten befürworten die Maßnahme für ihr Heimatland, weil sie dann wüssten, ob sie noch fahren dürften.

Letzte Änderung am Dienstag, 10 April 2012 10:19