Dienstag, 19 März 2013 17:47

Radfahren lernen – So geht es am schnellsten und sichersten

Ab einem Alter von drei Jahren kann das Abenteuer in Angriff genommen werden

djd dmd Pressedienst Fahrrad kw 12-13

Ein guter Helm gehört natürlich zur Grundausstattung beim Radfahren lernen. Foto: dmd/EGG Helme


(dmd). Der Frühling rückt näher und näher. Die Lust, mal wieder zu radeln, steigt. Doch manche werden sich in den kommenden Wochen erstmals selbst auf Rädern fortbewegen: die kleinen Racker, die es noch gar nicht können. Die Konzentration, das Einschätzen von Geschwindigkeit und Entfernungen und der unter Umständen noch unterentwickelte Gleichgewichtssinn machen es nicht einfach, Radfahren zu lernen. Nichtsdestotrotz verfügen die meisten Dreijährigen über genug motorisches Geschick und sind alt genug, um es zumindest mal zu versuchen.


Um den Gleichgewichtssinn, die Reaktionsfähigkeit und die Körperbeherrschung zu schulen, empfiehlt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) zu Beginn das Laufrad oder einen Roller zu benutzen. Diese sind im Kindergartenalter eine gute Heranführung an das spätere Radfahren.

Wenn es endlich soweit ist, sollten Eltern sich nach einem Übungsplatz umsehen. Gut geeignet sind flach asphaltierte Stadtparks, Schulhöfe oder Supermarktparkplätze an Sonntagen. Dort gibt es kaum Verkehr oder Hindernisse. Zuerst übt man das Auf- und Absteigen, die Handhabung und Schiebe-Manöver. Der Sattel sollte so hoch eingestellt sein, das beide Füße immer den Boden erreichen. Erst danach kann das Kind mit einem für seine Körpergröße passendem Rad losfahren. Dabei ist das Anfahren das schwierigste, da hierfür die stabilisierenden Kräfte noch nicht ausreichen. Anstelle eines konstanten Anschiebens, ist es besser, kurz an zu schubsen. Einige Schritte mitzulaufen vermittelt den Kleinen ein sicheres Gefühl und hilft, zur Stelle zu sein, falls Kind und Rad umzufallen drohen.

Es ist nie möglich, die Kleinen ganz vor Schmerzen oder Rückschlägen zu schützen. Genauso wichtig wie das Radfahren an sich, ist deswegen das richtige Fallen. Gut vorbereitet ist man mit dem Fahrradhelm, passenden Schonern und tröstenden Worten, falls es zu einem Sturz kommt. Bei der meist langsamen Geschwindigkeit ist das Verletzungsrisiko vergleichsweise gering.

Von Stützrädern rät der ADFC ab, da sie einen trügerischen Schein bieten. Dem Kind wird ein Gleichgewicht suggeriert, das es nicht hat. Werden diese später abgenommen, muss neu gelernt werden und da ist Frust vorprogrammiert. Lieber etwas länger mit den ersten Fahrversuchen warten, denn der schwerste Schritt ist das Einpendeln des Gleichgewichts.

Damit ist es jedoch nicht getan: Denn wenn sie selbstständig Radfahren, heißt es noch nicht, dass sie alltägliche oder gefährliche Situationen im Verkehr richtig einschätzen können. Vor allem mit letzterem haben kleine Kinder Probleme. Wer schon einmal mit einem Vierjährigen mit dem Fahrrad an einem Hund vorbei kam, weiß was gemeint ist. Schnell ist alles außer dem Tierchen vergessen und jeder Laternenmast wird zur Gefahr.

Sobald das Radfahren sicher klappt, können Eltern es bei möglichst vielen Gelegenheiten im Alltag einbauen. Denn bekanntlich macht nur Übung den Meister.

Letzte Änderung am Mittwoch, 27 März 2013 09:50