Dienstag, 23 April 2013 19:04

Sommerreifen: der wichtige Check vor dem Wechsel

Hersteller empfehlen drei Millimeter Mindestprofiltiefe

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Vor dem Reifenwechsel sollte gut auf die Profiltiefe geachtet werden. Foto: dmd/sp-x

 

(dmd). Der Frühling lässt sein blaues Band durch die Lüfte flattern. Zeit, die Reifen zu wechseln. Doch wer seine Winterreifen durch bereits gebrauchte Sommerpneus ersetzt, muss erstmal gut hinschauen. Sind sie nicht mehr tauglich, bringen sie die Autoinsassen in Gefahr.


Dabei sollte der erste Blick der Profiltiefe der Sommerreifen gewidmet sein. Beträgt sie weniger als 1,6 Millimeter, entsprechen die Reifen nicht mehr den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung. Sie dürfen nicht mehr aufs Fahrzeug aufgezogen und müssen fachmännisch entsorgt werden. Die Reifenhersteller empfehlen als Mindestprofiltiefe für die Sommerpneus mindestens drei Millimeter.

Sind die Straßen sehr nass, besteht mit drei Millimetern Profiltiefe bei circa 70 km/h das Risiko für Aquaplaning. Bei 1,6 Millimetern kann das Fahrzeug schon bei 55 km/h den Kontakt zur Fahrbahn verlieren und ins Rutschen kommen. Auch der Bremsweg verlängert sich mit abgefahrenem Profil deutlich. Bei einer Geschwindigkeit von Tempo 100 kommt ein Fahrzeug mit vier Millimetern Reifenprofiltiefe auf einer nassen Straße nach rund 68 Metern zum Stehen. Bei der Mindestprofiltiefe jedoch erst nach über 90 Metern. Wer also stark abgefahrene Reifen aufzieht, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern stellt auch ein Risiko für andere dar.

Im Unterschied zur Profiltiefe gibt es bei dem Alter der Pneus keine gesetzlichen Regeln. Der ADAC rät jedoch, die Sommerbereifung nach spätestens zehn Jahren nicht mehr zu benutzen. Wer nicht sicher ist, wie alt der Reifen ist, kann das anhand der DOT-Nummer feststellen. Sie steht auf der Seite jedes Reifens und gibt Auskunft über den Produktionszeitpunkt. Ist dort beispielsweise 1001 vermerkt, bedeutet dies, dass der Reifen aus der zehnten Kalenderwoche des Jahres 2001 stammt.

Vor dem Reifenwechsel sollten die Pneus gründlich untersucht werden. Dabei ist auf Beschädigungen, Risse oder Dellen zu achten. Auch wenn poröse Stellen sichtbar sind, gehören die Reifen nicht mehr ans Fahrzeug.

Letzte Änderung am Dienstag, 30 April 2013 18:40