Samstag, 04 Mai 2013 09:25

Händlertest: E-Mail-Kunden oft vernachlässigt

 

hfr Verkaufsgespräch VW kw 18-13

Eine gute Beratung beim Autokauf ist wichtig. Wer jedoch zuerst per E-Mail Kontakt aufnimmt, kommt oft erst gar nicht so weit. Foto: VW/news2do.com

 

(news2do.com/br). Man sollte meinen, in Zeiten stagnierender Absatzzahlen werden potenzielle Autokäufer fast hofiert. Doch weit gefehlt, wird nur die falsche Art der Kontaktaufnahme gewählt: Interessenten, die sich zunächst per E-Mail melden, werden oft nicht ernst genommen, wie ein aktueller Händlertest der Zeitschrift „auto motor und sport“ zeigt. Für den Test wurden 1.160 Autohäuser der 34 verkaufsstärksten Marken mit der Bitte um ein Angebot für ein konkretes Modell angeschrieben.

Rund ein Viertel der E-Mail-Anfragen kamen erst gar nicht in den Genuss einer Antwort. Und selbst bei den Autohäusern, die auf die Anfrage reagierten, war längst nicht alles in Butter: Gut 20 Prozent gingen auf die Anfrage des Interessenten gar nicht ein, sondern schickten nur eine Standardantwort aus Textbausteinen oder einen Einzeiler. Gerade mal jeder zweite Händler kam auf die Idee, den Kunden ins Autohaus einzuladen. Die Möglichkeit einer Probefahrt mit dem gewünschten Auto räumten nur 20 Prozent ein.

Pauschalisieren lassen sich diese Ergebnisse jedoch nicht: Die Autohäuser von neun Markenherstellern erreichten ein gutes Ergebnis und bearbeiteten einen Großteil der Anfragen. Testsieger wurden die BMW-Händler, die sich im Vergleich zum Vorjahrestest um 14 Prozent verbesserten und die beste Erfüllungsquote von 86 Prozent erreichten. Auf dem zweiten Rang landeten die MINI-Händler mit 82 Prozent (+13 %). Der Vorjahressieger Nissan (81 %) kam zusammen mit den stark verbesserten Volvo- (+15%) und Lancia-Händlern (+24 %) auf Rang drei. Auf den Plätzen sechs bis neun folgen Mercedes (75 %), Citroën und Audi (72 %) sowie Opel (71 %). Schlusslicht im Test wurde Subaru mit einer Erfüllungsquote von nur 53 Prozent.

Letzte Änderung am Samstag, 11 Mai 2013 12:30