Donnerstag, 30 Mai 2013 12:28

Rücksicht ist das A und O

Richtig Mountainbiken und die Natur genießen

 

djd Hartje kw 22-13

Mountainbiker sind immer häufiger in den deutschen Mittelgebirgen anzutreffen. Foto: djd/Hartje

 

(djd/pt). Die Deutschen lieben ihr Fahrrad und nutzen dieses immer öfter. Dabei bewältigen sie nicht nur die täglich anfallenden Wegstrecken zum Shoppen oder zur Arbeit, sondern nutzen auch im Urlaub oder bei einem Wochenendausflug immer häufiger den Drahtesel. So sind beispielsweise immer häufiger Wochenend-Mountainbiker in den deutschen Mittelgebirgen anzutreffen. Damit die Radler sich mit Wanderern und Spaziergängern "vertragen" können, sollten allerdings einige Grundregeln beachtet werden.


Sechs "goldene Regeln"
In vielen Bundesländern gibt es gesetzliche Einschränkungen oder gar Verbote für Mountainbiker. Bei diesem Vorgehen wird nicht auf das einsichtige Verhalten der Beteiligten gesetzt, sondern auf die grundsätzliche Eignung der entsprechenden Wege. Die Interessenvertretung Deutsche Initiative Mountain Bike e.V. (DIMB) formuliert deshalb mit sechs einfachen und leicht umzusetzenden Regeln, wie eine problemlose Koexistenz von Mountainbikern und anderen Naturliebhabern aussehen kann. Die Umsetzung dieser "goldenen Regeln" hat sich auch Klaus Marbe, Leiter der Conway Koko-Pelli Mountainbike-Schule im hessischen Vogelsberg zur Aufgabe gemacht - mehr unter www.koko-pelli.de im Internet. Seine zahlreichen Kurse richten sich nicht nur je nach Könnerstufe an Anfänger oder Fortgeschrittene, sondern beinhalten darüber hinaus auch spezielle Familien- oder "Lady"-Programme, in denen der sechsfache US-Meister seine Erfahrung vermittelt, die er in mehr als 30 Jahren auf und mit dem Mountainbike gesammelt hat.

Der Spaß steht im Vordergrund
Das Hauptaugenmerk bei seinen geführten Touren liegt dabei immer auf den Teilnehmern: Häufig nehmen ganze Familien, immer öfter aber auch Frauen alleine teil. Je nach Wunsch werden die Schwerpunkte eher in Sachen Fahrtechnik oder Flow-Trail gelegt. Der Spaß steht dabei stets an erster Stelle. "Bei allem, was wir auf zwei Rädern in der Natur unternehmen, wir fahren immer auf den offiziellen Wegen und nie querfeldein, richten somit also auch keinen Flurschaden an, indem wir schlicht keine Spuren hinterlassen", sagt Marbe. "Dazu kommt, dass ich als Instruktor immer vorneweg fahre und somit das Tempo vorgebe, so dass alle Teilnehmer ihre Bikes auch unter Kontrolle halten können. Wenn wir andere Naturnutzer als Gruppe im Schritttempo überholen, so kündigen wir dies immer an, erschrecken andere Wanderer also nicht. Das gilt natürlich auch für die heimische Tierwelt, sei es wildlebend oder als Weidetier. Rücksicht ist auch hier das A und O."

Letzte Änderung am Donnerstag, 06 Juni 2013 15:30