Mittwoch, 03 Juli 2013 18:50

Aufrüsten statt absteigen

So lassen sich Fahrräder zum E-Bike umbauen

 

djd Senglar de kw 27-13

Der Umbau nimmt nicht mehr als einen Tag in Anspruch, ob in der Werkstatt oder in der eigenen Garage. Foto: djd/Senglar.de

 

(dmd-k). Zusatzschub im Fahrradsattel: E-Bikes werden immer beliebter, weil sie den Radler unterstützen und so beispielsweise Steigungen leichter meistern lassen. Der Boom der Modelle mit eingebautem Rückenwind lässt viele ins Grübeln kommen: Lohnt sich die Neuanschaffung, wenn das derzeitige, hochwertige Rad gerade erst zwei oder drei Jahre alt ist? In diesen Fällen gibt es eine Alternative zum Neukauf: Auch vorhandene Räder lassen sich zum Pedelec umbauen - entweder von Fachbetrieben oder einfach in Eigenregie.


Umbau rechnet sich
Gerade wenn das vorhandene Zweirad von hoher Qualität und nicht älter als etwa zehn Jahre ist, rechnet sich der Umbau meist, sagt der Pedelec-Experte und Fachbuchautor Jochen Treuz. "Ein hochwertiges, neues Pedelec kostet ab etwa 2.000 Euro, der Umbau inklusive Elektronik, Motor und Akku liegt bei rund 1.000 Euro - so kann man vielfach die Nutzungsdauer vorhandener Räder deutlich verlängern." Für den Umbau eignet sich allerdings nicht jedes Modell: Wichtig sind ein robuster Rahmen und eine stabile Hinterradaufnahme, die das Mehrgewicht durch den Elektromotor schultern kann. Erfahrene Manufakturen können dies meist auf einen Blick beurteilen. Unter www.senglar.info beispielsweise findet man Ansprechpartner, mit denen sich die Umbaumöglichkeiten oft bereits telefonisch oder per E-Mail klären lassen.

Extra-Power für lange Touren
Bei guten Umrüstsätzen sorgen zudem Details für hohe Stabilität und Sicherheit, zum Beispiel eine zusätzliche Drehmomentstütze, um die Kräfte an der hinteren Achse zu bewältigen. Der Umbau nimmt nicht mehr als einen Tag in Anspruch, ob in der Werkstatt oder in der eigenen Garage. Wer selbst die Arbeit übernehmen möchte, erhält beispielsweise bei Senglar Komplettsätze mit Motor, Kabeln, Bedienelementen und allen benötigten Kleinteilen. Mit der 60-seitigen Montageanleitung bleiben keine Fragen offen. Für eine sichere Verkabelung auch durch den Laien sorgen farblich eindeutig gekennzeichnete Stecker. Wer einmal umgestiegen ist, wird die zusätzliche Portion Vortrieb auf dem Fahrrad nicht mehr missen wollen. Die Reichweite der Akkus liegt bei rund 60 bis 80 Kilometern - genug also für ausgedehnte Touren.

Pedelec-Nachrüstung selbst gemacht
Wer ein hochwertiges Fahrrad besitzt, kann dies mit etwas handwerklichem Geschick selbst zum Pedelec umbauen. Komplettsätze zum Nachrüsten machen es möglich. Wie es geht, erläutert E-Bike-Experte Jochen Treuz in seinem auch für Laien verständlichen Fachbuch ("Pedelecs/ E-Bikes selbst bauen", Franzis Verlag 2011, 29,95 Euro). Schritt für Schritt wird der Leser durch alle Arbeitsschritte begleitet. Mehr Informationen zu Komplett-Umbausätzen gibt es auch unter www.senglar.info im Internet.

Letzte Änderung am Donnerstag, 11 Juli 2013 14:41