Donnerstag, 25 Juli 2013 15:07

40 Jahre VW Passat

 

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Sieben Generationen Passat auf einen Blick: vom B1 Schrägheck über die 2. Ausführung mit Formel E-Ausstattung, den B3 Variant, die Limousine der 4. Generation, einen W8 der B5-Baureihe und den Passat B6 R36 bis zum aktuellen Variant. Foto: VW/news2do.com

 

(news2do.com/sr). Vor vier Jahrzehnten debütierte ein neuer Volkswagen, der mit moderner Technik und zeitgemäßer Formgebung eine neue Ära einleitete: der Passat. Mittlerweile in seiner siebenten Generation avancierte er aus dem Stand zum Erfolgsmodell. Im Mai 1973 wurde er vorgestellt, im Juli - vor exakt 40 Jahren - begann seine Auslieferung: Der von Giorgio Giugiaro gezeichnete Schrägheckwagen, dem bald eine Kombiversion namens Variant folgte, überzeugte die Kundschaft des Mittelklasse-Neulings. Ein Jahr später fuhr er bereits an die Spitze der deutschen Zulassungsstatistik.

Der erste Passat - der auf dem damaligen Audi 80 basierte - blieb bis 1980 im Programm. Vom sogenannten B1 entstanden 2,5 Millionen Einheiten.

Den Nachfolger gab es wiederum mit Schräg- und Kombiheck; er wurde bis 1987 angeboten. Neue technische Features kamen zum Einsatz: Allradantrieb, Turbodiesel, Fünfzylinder-Ottomotor und die verbrauchsreduzierende Formel E als Vorläufer der heutigen BlueMotion Technology. Zum Evergreen aber wurde die Stufenheck-Variante des B2, die den Namen Santana erhielt. Als Weltauto der 80er-Jahre wurde sie nicht nur in Emden, sondern auch in Belgien, Spanien, Brasilien, Mexiko, Südafrika und Japan produziert. Vor allem aber begründete das Auto den Erfolg von Volkswagen in China: Der Santana B2 wurde dort bis 2012 produziert, eine modifizierte Langversion - der Vista - läuft weiterhin vom Band. Mit fast 5,5 Millionen Einheiten ist der zweite Passat einschließlich aller seiner Varianten die meist produzierte Modellreihe der gesamten Passat-Familie.

Die Passat-Modelle der dritten (1987 bis 1993) und vierten Generation (1993 bis 1997) wurden ausschließlich mit Stufen- oder Kombiheck gefertigt, eine Schrägheckversion gab es für die Passat-Familie nicht mehr. Die neuen, luftwiderstandsoptimierten Modelle boten dank des Quereinbaus von Motor und Getriebe deutlich mehr Platz im Innenraum. TDI-Technik, ein aufgeladener Otto-Motor und sogar ein kompakter Sechszylinder hielten Einzug. Von der dritten Passat-Modellreihe wurden rund 1,6 Millionen Einheiten ausgeliefert. Der rundum optimierte, circa 700.000 Mal produzierte B4 erhielt eine versteifte Karosserie, mehr Sicherheitsfeatures und noch stärkere Dieselaggregate.

Die fünfte Generation (1996 bis 2005) setzte noch höhere Maßstäbe - mit vollverzinkter Karosserie, fortschrittlicher TDI-Technik sowie leistungsstarken Vier-, Fünf- Sechs- und Achtzylinder-Motoren. In China - wo sogar eine Langversion angeboten wurde - lief der Passat noch bis ins Jahr 2009. Insgesamt wurden weltweit über vier Millionen Modelle der fünften Generation ausgeliefert.

Der bis 2009 angebotene und rund 1,7 Millionen Mal produzierte Passat B6 brachte eine zusätzliche Karosserie-Variante ins Spiel: den CC, ein schickes viertüriges Coupé. Erstmals wurde für den Passat ein Doppelkupplungsgetriebe offeriert, hinzu kamen starke Diesel- und Otto-Motoren sowie verbrauchsarme BlueMotion-Versionen.

Ihm folgte die aktuelle, weiter verfeinerte und noch luxuriöser ausgestattete Auflage, die in puncto Sicherheit und Fahrerassistenzsysteme die Messlatte nochmals höher legte. Der Passat B7 brachte neben dem nunmehr eigenständigen CC eine weitere Variante mit sich - den Alltrack mit höher gelegter Karosserie und optionalem Allradantrieb. Im Ausland gefertigte, eigenständige Modelle wie der chinesische New Midsize Sedan und der in den USA hergestellte Passat komplettierten die weltweite Passat-Familie.
Bis Ende 2012 wurden weltweit über 20 Millionen Passat und Passat Derivate ausgeliefert.

Letzte Änderung am Donnerstag, 01 August 2013 22:05