Freitag, 25 Oktober 2013 16:28

Unfälle mit Tieren: Herbstzeit ist Brunftzeit

Wie man die Kollisionen vermeidet – und was man danach tun sollte ...

 

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Wild geht es zu in den herbstlichen Wälder - und auf den Straßen. Foto: dmd/ pixelio.de ich-und-du

 

(dmd). Herbst ist es, die Natur bereitet sich farbenfroh auf den Winter vor – und im Wald geht es wilder zu als sonst. Die Brunftzeit sorgt für Action. Eine der Folgen: Ein Großteil der rund 200.000 pro Jahr in Deutschland registrierten Wildunfälle finden während dieser Jahreszeit statt. Vorsichtsmaßnahmen sind daher mehr als empfehlenswert.


Vorrausschauend fahren und immer bremsbereit sein – das sind die effektivsten Präventiv-Methoden, um einen Zusammenstoß mit wilden Tieren zu vermeiden. Vor allem während der Dämmerung und bei der Fahrt an Feldern entlang oder durch Wälder steigt die Gefahr. Taucht ein Wild auf der Straße auf, heißt die goldene Regel: Bremsen, hupen, abblenden, Lenkrad gerade halten.

Letzteres gehört zu den wichtigsten Faktoren. Verliert man durch hektische Ausweichbewegungen die Kontrolle über das Fahrzeug, bringt man nicht nur sich selber, sondern unter Umständen auch andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr. Unter anderem der Automobilclub Deutschland betont, dass in solchen Fällen durch Kollisionen mit anderen Fahrzeugen oder indem man von der Fahrbahn abkommt, auch Menschenleben gefährdet werden. Der Zusammenstoß mit einem Tier verläuft meist glimpflicher.

Und ist es geschehen, sollte man sofort anhalten, das Warnblinklicht einschalten und die Polizei alarmieren. Während der Wartezeit auf die Hilfskräfte muss die Unfallstelle mit einem Warndreieck abgesichert werden. Das verletzte oder tote Tier sollte auf keinen Fall angefasst werden. Besonders bei Wildschweinen ist dies gefährlich. Sie sind sehr robust und es kann sein, dass sie einfach nur kurz ohnmächtig sind. Kommen sie dann wieder zu Bewußtsein, besteht die Gefahr, dass sie vehement angreifen. Absolut verboten ist es, das tote Tier mitzunehmen. In dem Fall würde man sich der Wilderei schuldig machen.

Fotos von der Unfallstelle zu machen, ist ebenfalls empfehlenswert. Eine vom Förster und der Polizei ausgestellte „Wildbescheinigung“ hilft bei der Klärung des Unfalls bei der Versicherung. Selbst eventuelle Blutspuren an der Stoßstange oder woanders am Auto sollte man solange nicht entfernen, bis sie ein Vertreter der Versicherung gesehen hat. Aber schlicht und einfach das Wichtigste ist: So vorausschauend zu fahren, dass es erst gar nicht soweit kommt.

Letzte Änderung am Freitag, 01 November 2013 17:45