Samstag, 12 Mai 2012 09:55

Es wird schon gutgehen

Über die Hälfte der jungen Fahrer in Deutschland riskiert den Crash

djd Goodyear Image Source

Insbesondere an Wochenenden und nachts auf dem Heimweg von der Disco steigt durch Alkohol- und Drogenkonsum das Unfallrisiko junger Fahrer. Foto: djd/Goodyear/Image Source


(dmd-k). Über die Hälfte aller jungen Fahrer blendet die Gefahren von Alkohol oder Drogen am Steuer aus, so das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag von Goodyear. Knapp 58 Prozent der Befragten gaben an, dass sie auch nach dem Genuss von Alkohol oder Drogen selbst Auto fahren oder bei einem betrunkenen Fahrer einsteigen würden. Im Rahmen der "Safety Together"-Kampagne sensibilisiert der Reifenhersteller junge Fahrer für die Gefahren und möchte damit einen Beitrag leisten, das Unfallrisiko zu senken.


Bedenkliche Zahlen
"Es wird schon gutgehen", war die häufigste Begründung der Befragten (42 Prozent), wenn es um Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss ging. 24 Prozent gaben zu, dass sie im Zweifel gar nicht über die Konsequenzen nachdenken, zehn Prozent behaupteten, sie könnten selbst gut einschätzen, ob sie nach ein paar Drinks noch fahrtüchtig seien oder nicht. Die Zahlen sind umso bedenklicher, da 26 Prozent angaben, bereits in einen Unfall verwickelt gewesen zu sein, bei dem Alkohol oder Drogen im Spiel waren.

Wichtige Aufklärungsarbeit
"Mit unserer bundesweiten ,Safety Together'-Kampagne wollen wir bei dieser besonders unfallgefährdeten Gruppe wichtige Aufklärungsarbeit leisten und damit für mehr Sicherheit auf den Straßen sorgen", sagt Fabian Schreiber, Marketing Manager von Goodyear. Mehr als 50 Prozent der Autofahrer, die freitags und samstags zwischen zwei und vier Uhr nachts tödlich verunglücken, sind zwischen 18 und 24 Jahren alt. Dabei stellen sie nur rund acht Prozent der Bevölkerung. Insbesondere an Wochenenden und nachts auf dem Heimweg von der Disco steigt durch Alkohol- und Drogenkonsum das Unfallrisiko junger Fahrer. Deshalb klärt der Reifenhersteller mit den Partnern Deutsche Verkehrswacht und dem Musiksender VIVA in ausgewählten Musikpark-Diskotheken, die vor allem von Partygängern aus dem Umland mit dem Auto besucht werden, über Unfallrisiken auf. Dabei können die Besucher auch Startplätze für die Goodyear Young Drivers Challenge gewinnen, ein speziell für junge Fahrer entwickeltes Fahrertraining.

Norden und Osten problembewusster als der Südwesten
Am vernünftigsten zeigten sich im regionalen Vergleich die jungen Fahrer aus den nördlichen Bundesländern. Hier lehnen etwas mehr als die Hälfte (51 Prozent) Alkohol oder Drogen am Steuer rigoros ab. Im Südwesten (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Baden-Württemberg) teilen diese Einsicht nur 43 Prozent. Fast zwei Drittel der Befragten aus Ostdeutschland sind zudem der Meinung, es gebe keine Entschuldigung für Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss. Im Westen, vor allem im Südwesten, sieht das gerade einmal die Hälfte so streng.

Letzte Änderung am Samstag, 19 Mai 2012 10:22