Dienstag, 22 Mai 2012 10:34

Tuning – ein oft tödliches Hobby

Unzulässig manipulierte Mofas und Mopeds sind schuld an schweren Unfällen

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Nur vier Prozent aller Unfälle mit Mofas und Mopeds laufen glimpflich ab. Foto: dmd/Kymco


(dmd). Mofa- und Mopedfahren ist für viele schon deshalb die schönste Art von Fortbewegung, weil es einfacher ist als mit dem Fahrrad, und weil es Spaß macht, Gas zu geben. Doch es ist ein gefährlicher Hang zu mehr Action. Denn manche Fahrer geben zuviel Gas und helfen etwas zu sehr nach, um die Leistung des Zweirads zu verstärken. Laut einer Studie der Unfallforscher der Versicherer (UDV) ist das Risiko, bei einem Unfall ums Leben zu kommen für Mofa- und Mopedfahrer sechsmal so hoch wie für Autofahrer. Und gerade mal vier Prozent aller Unfälle laufen ohne Verletzungen ab.


Neben der fehlenden Knautschzone halten die Sicherheitsexperten das häufige Tuning für einen der Gründe der meist schwerwiegenden Unfallfolgen. Auf Basis von Polizeikontrollen dürfte knapp die Hälfte der Fahrzeuge unzulässig manipuliert sein und so deutlich höhere Geschwindigkeiten erreichen als die erlaubten 25 km/h (Mofa) beziehungsweise 45 km/h (Moped). Bereits mit einer Geschwindigkeit von 55 km/h haben die Fahrer bei einer Kollision mit einem Auto kaum eine Überlebenschance. 2010 starben auf deutschen Straßen 67 Fahrer der leichten Krafträder, 3.443 wurden verletzt.

Letzte Änderung am Dienstag, 29 Mai 2012 12:30