Dienstag, 29 Mai 2012 11:58

Warnsystem für Stau-Provozierer

Honda arbeitet an einer neuen Technik, um die Fahrweise zu verändern

djd dmd ADAC

Oft führt die Fahrweise bestimmter Verkehrsteilnehmer zum Stau - nicht ein Unfall. Foto: dmd/ADAC


(dmd). Im Stau stehen nervt. Doch leider tritt diese Situation bisweilen auch dann ein, wenn kein Unfall den Verkehrsfluss stoppt. Schuld ist das Fahrverhalten mancher Verkehrsteilnehmer. Sie treten auf das Gas. Dann bremsen sie wieder. Und dann wieder von vorn. Geschieht dies regelmäßig, stockt hinter ihnen der Verkehr, ein Stau wird provoziert. Honda arbeitet derzeit an einem System, um dies zu verhindern.


Die dabei entwickelte Technik überwacht das Beschleunigungs- und Bremsverhalten des Fahrers und warnt ihn, wenn dieses zu einem Stau führen könnte. Mit Hilfe eines Zeichens auf der Instrumententafel wird er zu einer gleichmäßigeren Fahrweise aufgefordert. Laut dem Hersteller ist bei ersten Tests die Durchschnittsgeschwindigkeit der nachfolgenden Fahrzeuge um 23 Prozent gestiegen. Zudem sank der Kraftstoffverbrauch um acht Prozent. Weitere Feldversuche sollen die Ergebnisse nun belegen.

Künftig könnte die Technik erweitert werden. Durch die Kommunikation einzelner Fahrzeuge miteinander könnten Autofahrer über den Fahrstil des vorausfahrenden Verkehrs informiert werden. Denkbar ist auch die Koppelung mit dem Tempomaten, der dann automatisch die richtige Geschwindigkeit wählt, um den Verkehr optimal im Fluss zu halten.

Letzte Änderung am Dienstag, 05 Juni 2012 09:11