Dienstag, 05 Juni 2012 09:00

Derv, Nafta, Carburante & Co - Sicher tanken im Urlaub

Die wichtigsten Tipps, um problemlos im Ausland zu zapfen

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Vor einer Autoreise ins Ausland sollte man sich erkundigen, wie man dort richtig tankt. Foto: dmd/Aral


(dmd). Die Urlaubszeit naht. Wer mit dem Auto auf die Reise geht, sollte sich entweder im Vorfeld erkundigen, wie das Benzin an der Tankstelle des Zielorts heißt – oder sich auf die Oktanzahl konzentrieren. Hier die besten Tipps, wie das Tanken auch im Ausland problemlos verläuft - und was zu tun ist, wenn es dennoch schief geht ...


Denn „Benzin“ und „Diesel“ heißen überall anders: Ersteres wird Großbritannien „Stars“ oder „Premium“ genannt, in Frankreich „Essence“ und in Spanien „Carburante“. Diesel heißt in Frankreich „Gasoil“ oder „Gazole“, in England manchmal „Derv“ und in der Slowakei und Slowenien „Nafta“. Autogas heißt außerhalb Deutschlands meist „LPG“ (Liquified Petroleum Gas), Erdgas wird oft als „CNG“ (Compressed Natural Gas) oder Methan verkauft. In Italien ist die Abkürzung „M“ gebräuchlich.

Wer sich die unübersichtliche Vielfalt nicht merken will, kann sich an der Oktan- und Cetanzahl orientieren, die an der Zapfsäule angebracht ist. Bei 91 Oktan handelt es sich um Benzin, Super hat 95 Oktan und Super Plus mindestens 98 Oktan. Moderne Dieselmotoren benötigen Kraftstoff mit der Cetanzahl 50, ältere Exemplare können auch mit 40-Cetan-Sprit betankt werden.

Falls es schief geht, sofort reagieren!
Vorsicht beim Sprit-Zapfen ist in jedem Fall geboten. Die gängigste Art der Fehlbetankung ist das Einfüllen von Benzin in ein Dieselfahrzeug. Alte Motoren ohne Direkteinspritzung vertragen eine kleine Menge des Kraftstoffs meist, moderne Dieselmotoren reagieren allerdings allergisch. Wurde nach der Fehlbetankung noch nicht gestartet, reicht meist das Abpumpen des Benzins. Ist der falsche Sprit jedoch bereits im Leitungssystem, kann die teure Reinigung der ganzen Einspritzung nötig werden.

Weniger schwerwiegend, weil deutlich schwieriger ist das Betanken eines Benziners mit Diesel. Der Selbstzünder-Zapfhahn ist wesentlich dicker als der für Benzin und passt daher nicht vollständig in den Einfüllstutzen. Bei einigen Pkw-Modellen bekommt man mit etwas Fummelei aber trotzdem den falschen Sprit bis in den Tank. Je nach Motor und Menge kann man entweder vorsichtig weiterfahren und immer wieder den richtigen Sprit nachtanken oder man muss den Tank leer pumpen lassen. Hinweise dazu finden sich in der Betriebsanleitung oder beim Hersteller.

Problemlos ist in den meisten Fällen das Tanken von Super mit 95 Oktan anstelle von Super Plus mit 98 Oktan. Moderne Motoren verfügen über Klopfsensoren, so dass sie sich auf unterschiedliche Kraftstoffqualitäten einstellen können. Auch das Tanken von Normalbenzin ist für diese Fahrzeuge risikolos.

Letzte Änderung am Dienstag, 12 Juni 2012 10:09