Dienstag, 12 Juni 2012 10:05

Autokorsos – Was darf? Was nicht?

Die wichtigsten Regeln für die Teilnahme an den rollenden Siegesparaden

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Freudentaumel hin oder her: Nicht alles ist erlaubt bei einem Autokorso. Foto: dmd/sp-x


(dmd). Die EM ist in vollem Gange. Und jeder große Fußballwettstreit ist die Zeit der Autokorsos. Wer selbst Teil des rollenden Freudentaumels werden will, sollte allerdings wissen, was erlaubt ist und was nicht.


So darf zum Beispiel die Warnblinkanlage eines Autos nicht eingeschaltet werden. Es sei denn, sie wird während des Events zur Warnung vor einem Unfall oder einer Gefahr eingesetzt. Ebenso ist es verboten, sein Fahrzeug verkehrsbehindernd abzustellen und dies durch die Warnanlage zu sichern. Das ist eine Ordnungswidrigkeit und führt zu einem Bußgeld. Die Warnblinkanlage ist ausdrücklich dafür da, andere Verkehrsteilnehmer auf Gefahren hinzuweisen, beispielsweise bei Unfällen, einem Stau-Ende oder beim Abschleppen. Ebenso muss ein liegen gebliebenes Fahrzeug so gekennzeichnet werden.

Auch Hupkonzerte sind streng genommen nicht erlaubt. Die Polizei drückt aber in der Regel ein Auge zu. Gestattet ist das Hupen laut Straßenverkehrsordnung ausschließlich, um andere Verkehrsteilnehmer vor Gefahren zu warnen oder die eigene Überholabsicht anzukündigen. Generell gilt laut Straßenverkehrsordnung (StVO), auch bei den zu EM-Zeiten beliebten Autokorsos, dass sich „jeder Verkehrsteilnehmer so zu verhalten hat, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird." Letzteres ist bei einem „unvermeidbaren“ Autokorso natürlich Auslegungssache.

Letzte Änderung am Dienstag, 19 Juni 2012 16:41