Samstag, 16 Juni 2012 09:40

Tag der Verkehrssicherheit

Größte Gefahr für Kinder ist das Auto der Eltern - 57 Prozent aller Kinder unter 6 Jahren als Mitfahrer verletzt

hfr adac  Kinder auf dem Schleudersitz kw 24-12

ADAC Check: Kindersicherheit im Auto. Foto: adac


(LOZ/adac). Wenn von verletzten Kindern im Straßenverkehr die Rede ist, haben die meis-ten Menschen das Bild im Kopf, wie ein Kind blindlings einem Ball hinterher-läuft und auf der Straße von einem Auto erfasst wird. Tatsächlich ist es aber so, dass die meisten Kinder im Auto ihrer Eltern verletzt werden. Im vergan-genen Jahr waren dies 57 Prozent aller Unfallopfer im Straßenverkehr unter 6 Jahren. In absoluten Zahlen waren das 10.340 – Tendenz steigend. Zum Tag der Verkehrssicherheit ruft der ADAC deshalb alle Eltern dazu auf, die Vor-schriften bei der Kindersicherung gewissenhaft zu beachten. Denn: Ungesi-cherte Kinder haben ein siebenfach höheres Risiko, schwer verletzt oder getö-tet zu werden als gesicherte Kinder.

Der Club erinnert an seine repräsentative Stichprobe vor Schulen und Kinder-gärten aus dem Herbst 2011 in der die Sicherung von Kindern überprüft wur-de. Erschreckendes Fazit damals: Viele Eltern unterschätzen die Verletzungs-risiken, kennen kaum Vorschriften und bedienen die Kinderrückhaltesysteme nicht richtig. Rund 30 Prozent der Kinder waren nicht vorschriftsmäßig gesi-chert, knapp fünf Prozent waren gar nicht angegurtet. Selbst bei richtig ge-wähltem Kindersitz wurden die Kinder häufig falsch gesichert und damit die Schutzwirkung des Sitzes aufgehoben.

Der ADAC appelliert daher an Eltern und diejenigen, die Kinder im Auto beför-dern, diese immer, auch bei kurzen Fahrten, richtig zu sichern. Dazu gehört es, einen altersgerechten Sitz zu wählen, ihn richtig einzubauen und den Gurt korrekt anzulegen. Schon eine Vollbremsung kann bei falsch gesicherten Kin-dern zu schwersten Verletzungen führen. Bei einem Crash mit nur 50 km/h entspricht die Aufprallwucht für ein 20 kg schweres Kind einem Sturz aus der 4. Etage eines Wohnhauses auf eine Betonplatte.

Der Club fordert angesichts der erschreckenden Zahlen verstärkte Kontrollen vor den Kindergärten und Schulen. Zudem bietet er mit seinem Partner Volkswagen kostenlose Informationsveranstaltungen „Sicher im Auto“ an. Da-bei wird alles vermittelt, was man über Kindersicherheit im Auto wissen muss.
Tipps findet man hierzu unter www.sicher-im-auto.com.

Letzte Änderung am Samstag, 23 Juni 2012 14:10