Dienstag, 26 Juni 2012 10:59

Autobahnbaustellen – Erhöhte Unfallgefahr

Der DVR empfiehlt bessere Regeln für mehr Sicherheit

djd dmd ADAC kw 26-12

Im Nadelöhr entlang der Autobahnstellen sollte man besondere Vorsicht walten lassen. Foto: dmd/ADAC


(dmd). Keiner liebt sie, doch man kann sie nicht umgehen – außer man fährt einen großen Umweg: Autobahnbaustellen sind für viele Fahrer nervige Stressfaktoren. Und sie bergen eine hohe Unfallgefahr, vor allem am Baustellenbeginn und am Ende, wenn der Verkehr wieder auf die normale Spur zurück fährt. Die Experten des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) empfehlen daher innerhalb des Baustellenbereichs eine Regelgeschwindigkeit von 80 km/h.


Auch die Breite der Fahrstreifen wird bemängelt. So ist die linke Spur oft nur mit Fahrzeugen von zwei Metern Breite zu befahren. Moderne Autos sind mit Außenspiegel aber häufig breiter und dürfen deshalb diese Spur nicht benutzen. Sinnvoll sei deshalb eine Breite von mindestens 2,40 Meter für die linke und 3,25 Meter für die rechte Spur, findet der DVR. Zu mehr Sicherheit in der Baustelle trägt auch das versetzte Fahren bei. Zudem fordert der DVR stärkere Geschwindigkeitskontrollen vor dem Beginn einer Baustelle.

Auch längere Beschleunigungs- und Verzögerungsstreifen sollen die Sicherheit erhöhen. Mit intelligenten Fahrerassistenzsystemen, die speziell auf die Baustellen abgestimmt sind, könnte die Unfallhäufigkeit zudem gesenkt werden

Letzte Änderung am Montag, 02 Juli 2012 10:25